Andrea Balderi Wunschtrainer des TuS Ascheberg

Bezirksligist TuS Ascheberg stellte nun seinen neuen Trainer für die kommende Saison vor. Volker Ernst (links), stellvertretender Abteilungsleiter, begrüßt den neuen Coach Andrea Balderi (Mitte) mit dem Mannschaftsbetreuer Rüdiger Vester.  Foto: cb

Ascheberg - Der TuS Ascheberg hat einen neuen Trainer gefunden. Andrea Balderi coacht in der kommenden Saison den Fußball-Bezirksligisten. Der Italiener hatte bis Dezember den SC Greven 09 trainiert.

Andrea Balderi ist Koch von Beruf. Vom kommenden Sommer an steht er beim TuS Ascheberg „am Herd“ – allerdings nebenberuflich und durchaus nicht im Wortsinne.

Der 46-jährige Fußballtrainer aus Hiltrup wird ab Sommer den Bezirksligisten TuS Ascheberg übernehmen, als Nachfolger von Holger Möllers und dessen Assistenten Martin Eickmeyer.

Balderi und Ascheberg – diese Kombination dürfte manchem bekannt vorkommen. Nicht ohne Grund: Andreas Bruder Roberto coachte die Handball-Damen der HSG Ascheberg/Drensteinfurt in der Saison 2012/13.

Andrea Balderi hat es eher mit dem Fußball, und in dieser Sportart als Trainer beträchtliche Erfolge gefeiert. 13 Jahre lang war er bei Preußen Münster tätig, coachte in dieser Zeit Nachwuchsteams bis hin zu den A-Junioren und die zweite Senioren-Mannschaft der Adlerträger in der Verbandsliga.

Zusammenarbeit soll langfristig sein

Es folgten insgesamt zehn Jahre bei Borussia Münster. wo er die A-Junioren in die Landesliga führte und später mit den Senioren den Aufstieg in die Bezirksliga feierte. Der gleiche Erfolg gelang ihm in der vergangenen Saison mit dem SC Greven 09 – was ihn jedoch nicht vor der Entlassung Ende des Jahres 2015 bewahrte.

Des einen Leid, des anderen Freud‘: „Ich habe gelesen, dass Andrea frei ist und habe ihn angerufen“, so Volker Ernst, stellvertretender Abteilungsleiter bei den Grün-Weißen. „Dann haben wir uns zusammengesetzt und auch den Mannschaftsrat miteinbezogen.“

Die Chemie stimmte offenbar – von den vier Kandidaten, mit denen die Ascheberger Gespräche geführt hatten, bekam der Italiener den Zuschlag.

Der TuS plant auf lange Sicht mit dem neuen Cheftrainer – ebenso wie seinerzeit mit Möllers und Eickmeyer, die den Bezirksligisten seit Spätherbst 2011 coachen. „Sein größter Vorteil ist, dass er viele Jahre bei einzelnen Vereinen war“, sagt Vorstandsmitglied Ernst über Andrea Balderi und dessen ehemalige Stationen Preußen und Borussia. „Wir wollten einen langfristigen Trainer.“

Die Bezirksliga 8, in der auch der Werner SC und die beiden Bergkamener Vereine FC TuRa und FC Overberge spielen, ist für den zweifachen, aus Pisa stammenden Familienvater Neuland. „Das ist für mich wirklich eine Wundertüte“, sagt Balderi. „Aber das heißt ja nicht, dass es schlecht ist.“

Schließlich kann ein guter Koch ja auch aus unbekannten Zutaten ein leckeres Gericht zubereiten.

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