Eintracht verliert Verfolgerduell, Stockum gibt Führung aus der Hand

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Stockums Firat Isikli wird von einem Fliericher mit einer artistischen Grätsche gestoppt.

Werne - Eintracht Werner hat in der Kreisliga A1 (Unna/hamm) das Verfolgerduell gegen Bönen verloren. Der Stockum gibtzudem eine 3:1-Führung aus der Hand und der SuS Rünthe verliert in Herringen trotz Überzahl.

Kreisliga A1 (Unna/Hamm): Eintracht Werne – SpVg Bönen 3:5 (2:2). Dank einer laut Trainer Jörg Fiebig „katastrophalen Abwehrleistung“ muss Eintracht Werne die erste Saisonniederlage hinnehmen. Was sich schon beim 4:4 gegen Mark angedeutet hatte, setzte sich gegen Bönen nun fort, diesmal mit schlechtem Ausgang. „Wir wollen alle offensiv, aber keiner hat Lust auf defensiv“, bemängelte Fiebig.

Dabei hatte die Eintracht richtig gut ins Spiel gefunden und Bönen in der ersten Viertelstunde klar dominiert. Nach zehn Minuten legte Faruk Bozaci den Ball diagonal von der linken Sechzehnerkante für den einlaufenden Erkan Baslarli auf, der seinem Gegenspieler entwischt war und am zweiten Pfosten abstaubte.

Göksen sieht die Rote Karte

Doch danach zeigten sich so langsam erste Lücken in der Werner Abwehrreihe. Nach einer Ecke konnte die Eintracht den Ball nicht entscheidend klären. So landete der Ball wieder im Strafraum, wo Linke den ersten Abschluss der Gäste mit einer starken Parade klärte. Diesen Abpraller nutzte aber Niclas Arenz zum Ausgleich.

Die Eintracht verlor langsam den Faden und Bönen drehte die Partie komplett. Nachdem ein Eintracht-Verteidiger wegrutscht war, nutzte die Thorsten Renk die Überzahl vor dem Kasten und legte uneigennützig auf Arenz quer, der zum 2:1 einschob. Kurz vor der Pause holte Bönens Kapitän Tobias Wittwer Erkan Baslarli von den Beinen, der Gefpulte verwandelte sicher zum 2:2. Zu dem Zeitpunkt verdient, beide Mannschaften hatten sich nichts geschenkt.

Allzu viel Selbstvertrauen konnte der verwandelte Elfer Baslarli aber nicht gegeben haben. Einen an seinem Bruder Serkan verursachten Foulelfmeter – Bönens Torwart Rasool kam einen Tick zu spät – verschoss Erkan Baslarli kurz nach der Pause. Die große Chance auf das 3:2 war dahin. Die Gäste waren angespornt und legten die Schwächen in der Eintracht-Defensive schonungslos offen.

Nach einer Balleroberung schaltete Bönen blitzschnell um. Renk legte auf Güner ab, der mit Vollspann abzog und traf. Danach gingen bei der Eintracht die Köpfe runter. Einen Ballverlust in der Mitte nutzte Bönen zum Konter, den Thorsten Renk in der Mitte völlig frei abschloss. Kurz nach dem Abschluss rauschte der mitgelaufene Hizarci in ihn rein – der Schiedsrichter sah eine klare Absicht und schickte ihn vom Platz, Renk musste mit einem dicken Knie ausgewechselt werden. Bönen hatte danach leichtes Spiel. Arenz tanzte ohne Gegenwehr vier Verteidiger aus und traf ins linke Eck. Baslarlis dritter Treffer war reine Ergebniskosmetik.

Eintracht:  Linke – Ünal, Göksen, Hizarci, Chojka (74. Müller), Bozaci, Pawlik (76. Saadouni), E. Baslarli, Martinovic, S. Baslarli (62. Hessfeld), Pra

Tore: 1:0 (10.) E. Baslarli, 1:1 (17.), 2:1 (31.) beide Arenz, 2:2 (41./FE) E. Baslarli, 2:3 (60.) Güner, 2:4 (72.) Renk, 2:5 (81.) Arenz, 3:5 (85.) E. Baslarli

Bes. Vork.: E. Baslarli (Eintracht) verschießt Foulelfmeter (53.); Rote Karte für Coskun Hizarci (Eintracht) wegen grobem Foulspiel

SV Stockum – Germania Flierich Lenningsen 3:3 (3:1).  „Wir haben heute einfach zwei Punkte verschenkt“, zog SV-Trainer André Klammroth nach dem Spiel seine Bilanz. Firat Isikli brachte sein Team zuerst mit einem Freistoß, bei dem der Ball unhaltbar in die obere Ecke flog, in Führung. Schon vier Minuten danach musste der SV Stockum nach falscher Abstimmung in der Abwehr jedoch den Ausgleich hinnehmen.

Darauf folgten verdient das Zwei- und Dreieins durch Tolga Köroglu, der mustergültig einen Doppelpack schnürte. Zwischen seinen beiden Toren passierte jedoch etwas, das die Stockumer maßgeblich beeinflusste. Abwehrspieler Enes Tayar kassierte nach seiner ersten nun auch die zweite Gelbe Karte und flog so frühzeitig vom Platz (37.). Das sei nicht gerechtfertigt gewesen, solle aber trotzdem keine Entschuldigung für den Punkteverlust sein, erklärte Klammroth.

So musste das Team in der zweiten Halbzeit gezwungenermaßen umstellen. Das bedingte die Unstimmigkeiten und Fehler in der Hintermannschaft. Der SVS besaß immer noch seine Chancen und fuhr mehrere Konter. Firat Isikli verpasste dabei, alleine vor dem Tor, eine hundertprozentige Möglichkeit zum Ausbau der Führung (40.).

Dann war die gesamte Abwehr im Gegenzug aber unaufmerksam, so dass der Gegner den Ball durchschieben konnte und es schließlich Florian Von Glahn gelang, den Anschlusstreffer zu erzielen. Den Treffer zum Unentschieden setzte Lars Grunenberg, der letztendlich nur noch ins leere Tor treffen musste. „Wenn man seine Gelegenheiten nicht nutzt, bekommt man die Tore hinten rein“, meinte Klammroth abschließend.

SVS: Zimmermann – Tayar. Kaz, Najih, Köroglu (63. Tugrul), Sari, Eliyazici, Uzun, Bhihi, Löbbecke (75. Strothmann), Isikli

Tore:  1:0 (8.) Isikli, 1:1 (12.) Daude, 2:1 (26.), 3:1 (35.) beide Köroglu, 3:2 (55.) Von Glahn, 3:3 (85.) Grunenberg

Bes. Vork.:  Gelb-Rot für Enes Tayar (37.)

SVF Herringen - SuS Rünthe 08 2:0 (1:0). Der SuS Rünthe kassiert gegen Herringen eine unnötige und knappe Niederlage. Nach einer Unaufmerksamkeit kurz vor der Pause, reicht auch eine viertelstündige Überzahl nicht mehr für einen Punktgewinn.

Zunächst neutralisierten sich beide Mannschaften die meißte Zeit. Die ganz Großen Chancen blieben auf beiden Seiten aus, sodass eigentlich alle mit einem torlosen Remis zur Pause rechneten. Doch Herringen zeigte sich eiskalt. Ismail Cördük sug einen weiten Ball, den SuS-Keeper Noetzel nicht richtig klären kann. Nico Schiller hatte das Ganze geahnt und traf zum 1:0. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Rünthe versuchte auf den Ausgleich zu drängen, doch das gelang nicht. Nach dem Platzverweis gegen Schiller versuchten die Gäste dann die Überzahl zu nutzen - jedoch ohne Erfolg. In der Schlussphase vergab Niklas Barks die Chance auf den Ausgleich (80.). Stattdessen traf Ömer Yerli kurz vor Schluss zur Entscheidung. „Wir haben heute eigentlich ein ganz gutes Spiel gemacht. Wir wollten aus der Defensive heraus unsere wenigen Chancen nutzen - doch das ist uns leider nicht gelungen. Sehr ärgerlich, dass wir keinen Punkt mitnehmen konnten“, so SuS-Coach Engin Abali.

SuS: Noetzel  -  Wagner, Franke, Alveren, Weiss, Siedlarek (46. Großpietsch), Schenk, Scherner (64. Scherner), Kopar, Wierling, Macagnino (76. Ngyuen)

Tore: 1:0 (45.) Schiller, 2:0 (86.) Yerli

Bes.  Vork.: Rot gegen Nico Schiller (SVF/76.)

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