Dominick Lünemann im Auftrag des FLVW für einen Monat in Namibia

+
Dominick Lünemann im Trikot des SV Herbern. Der 22-Jährige wird dem Landesligisten für einen Monat nicht zur Verfügung stehen.

Herbern -  Am Montag beginnt für Dominick Lünemann, sonst als Flügelflitzer beim Fußball-Landesligisten SV Herbern unterwegs, das große Abenteuer:

Im Auftrag seines Arbeitgebers, des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW), wird er das neu errichtete Fußballinternat für Mädchen im namibischen Windhoek in seiner Startphase betreuen. Einen Monat lang wird er neben beruflichen auch mit kulturellen Herausforderungen konfrontiert.

Eigentlich organisiert er als gelernter Hotelkaufmann Trainingslager für den Verband aus Kamen-Kaiserau. Dort hat er aber auch Einblicke in die Strukturen des Fußballinternats für Mädchen in Kaiserau.

Ein Pendant dazu ist nun auch in Windhoek in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball Bund, dem namibischen Fußballverband (NFA) und der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) errichtet worden. Um in der Startphase mit dem Know-How aus Deutschland Unterstützung zu bieten, schickt der FLVW nun einen Vertreter nach Namibia: Dominick Lünemann.

„Ich freue mich riesig auf diese Erfahrung“, bestätigt der 22-Jährige. Er wird den Verantwortlichen vor Ort in Sachen Kalkulation und Erstellung von Planungsinstrumenten zur Seite stehen, aber gleichzeitig auch Trainingseinheiten selbst leiten. „Ich sehe das aber nicht nur einseitig. Ich denke, dass ich von den Leuten vor Ort auch eine Menge lernen kann“, stellt er klar.

Doch nicht nur die beruflichen Aspekte sind für ihn interessant. Er ist auch fasziniert vom für ihn noch fremden Kontinent. „Die kulturellen Unterschiede sind spannend. Wie gehen die Leute da zum Beispiel mit Sachen um, die für uns hier alltäglich sind“, hat er sich schon im Vorhinein viele Gedanken über seinen Aufenthalt gemacht. Um das Land zu erkunden, hat er sich auch ein paar Urlaubstage mit in den Aufenthalt genommen.

Ansonsten wird er unter der Woche in einem Apartment im Internat leben und am Wochenende im Hotel. Darin sieht er auch eine persönliche Herausforderung. „Ich bin in einem fremden Land auf mich allein gestellt und muss mich selbst organisieren. Ich denke, das sind Erfahrungen, an denen man wachsen kann“, erklärt er.

Und auch wenn er fast 11 800 Kilometer weg ist, die Spiele seiner Mannschaft wird er trotzdem verfolgen. „Ich drücke den Jungs die Daumen, dass sie ein paar Punkte holen werden. Dann bin ich auch ein bisschen beruhigter, wenn ich zurückkomme“, sagt er angesichts der prekären Lage, in der sich der SV Herbern als Tabellenletzter aktuell befindet.

Um seine Fitness muss sich Trainer Holger Möllers aber keine Sorgen machen. „Ich habe da täglich die Möglichkeit entweder mit Auswahlmannschaften oder Teams aus der ersten Liga zu trainieren. Da werde ich nach meiner Rückkehr nicht lange brauchen, um wieder reinzukommen“, ist Lünemann sich sicher.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare