Aufstieg ist für Eintrachts Erkan Baslarli wichtiger als sein Torrekord

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Erkan Baslarli trifft schon wieder, der SV Stockum liegt nicht nur sprichwörtlich am Boden.

Werne -  In der zweiten Halbzeit lief Erkan Baslarli so richtig heiß. Der Angreifer, der in der Vorsaison für den Bezirksligisten Werner SC auf immerhin 18 Saisontore kam und nun für Eintracht Werne stürmt, hatte nur ein Ziel:

Seinen Beitrag dazu zu leisten, dass sein Verein im Derby beim SV Stockum einen zweistelligen Sieg schafft und auch die Aufstellung eines persönlichen Torrekordes.

Beides klappte am Ende. Die Eintracht siegte 10:1 und stürmte damit am dritten Spieltag an die Spitze der Tabelle in der Kreisliga A1 (Unna/Hamm). Es war wohl der höchste Pflichtspielsieg in einem Werner Derby unter ersten Mannschaften, den es jemals gab – zumindest konnte sich niemand erinnern, wann es schon einmal ein zweistelliges Ergebnis gab (inklusive der „kleineren Vereine“ wie BSG Rother oder TFC Werne).

„Ich habe in meiner Hammer Zeit mal gegen Wiescherhöfen und Beckum jeweils sechs Tore erzielt. Und ich wollte die sieben Tore“, erinnert sich Baslarli an seine bisherigen Bestmarken. Die brachte er am für den Werner Fußball historischen 28. August 2016 zu Fall. Er erzielte sieben Treffer, davon sechs nach der Pause und dabei jeweils zwei Hattricks.

Ein Schnitt von 3,3 Treffern pro Spiel

 

So traf Erkan Baslarli:

0:1 – 2. Minute:ein Zuspiel von Bruder Serkan Baslarli vollendet er aus sechs Metern

1:4 – 59.: nach Foulspiel von Löbbecke gegen Bruder Serkan im Strafraum schießt Erkan Baslarli den Elfer in die Tormitte, Keeper Stefan Zimmermann entscheidet sich für die rechte Ecke

1:5 – 68.: nach einem 40-Meter-Diagonalpass von Marko Martinovic und einem Stellungsfehler seines Gegenspielers läuft der Sieben-Tore-Mann auf Zimmermann zu und schießt den Torwart an. Den Abpraller drückt er aus fünf Metern über die Linie

1:6 – 74.:  30-Meter-Steilpass von Marko Martinovic in die Spitze auf Erkan Baslarli. Der sieht am Strafraum, dass Keeper Zimmermann zu weit vor dem Tor steht und lupft den Ball ins Netz

1:8 – 81.: langer Ball von Ahmed Göksen aus der eigenen Abwehr und Baslarli triff aus zehn Metern

1:9 – 83.: nach Zuspiel von Marko Martinovic knallt Baslarli aus zehn Metern aus halblinker Position den Ball ins „kurze Torwarteck“ – jetzt gelingt ihm alles

1:10 – 89.: Selmin Bajric legt auf Baslarli ab – der schießt den Ball kraftvoll flach ins lange Eck

Zum Trainingsauftakt Anfang Juli sagte Eintracht-Trainer Jörg Fiebig über seinen neuen Torjäger: „Wir können mit 25 bis 35 Tore von ihm rechnen.“

Nun hat Erkan Baslarli nach drei Meisterschaftspartien zehn Tore erzielt, dazu kommen vier Treffer in den ersten beiden Kreispokalrunden. „Letztlich ist es aber egal, wer die Tore schießt. Hauptsache wir steigen auf“, sagte Erkan Baslarli nach der denkwürdigen Partie.

Stürmerverpflichtung ein Glücksfall

Und damit spricht er die hohe Qualität im Kader mit vielen starken Offensivkräften wie Marko Martinovic, Selmin Bajric oder auch den derzeit verletzten Spielmacher Faruk Bozaci an.

Für den Titelanwärter Eintracht scheint es jedenfalls ein Glücksfall gewesen zu sein, dass er im Winter diesen Jahres Serkan Baslarli vom Ligarivalen Yunus Emre HSV verpflichtete. So war der Grundstein gelegt, dass im Sommer sein Bruder Erkan auch in den Werner Osten wechselte, zumal die Eintracht bei der Jobsuche behilflich war.

P.S.: Bislang hat Baslarli im Schnitt 3,3 Tore pro Meisterschaftsspiel erzielt. Behält er diesen bei, würde er am Saisonende nach 32 Spielen 99 Treffer erzielt haben...

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