3000 Nennungen: Volles Haus am Herberner Haselbüschken

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Eva Deimel gewann 2015 den Fritz-Ligges-Gedächtnispreis mit Sakirleg.

Herbern - Schon am Dienstagnachmittag geht es los mit dem Turnier am Haselbüschken. Dabei hatten die Verantwortlichen des Reitvereins von Nagel Herbern ursprünglich wie gehabt vier Tage – vom 21. bis zum 24. Juli – für ihr Sommerturnier eingeplant. Aber sie hatten die Rechnung ohne ihre Kundschaft gemacht.

3 000 Nennungen haben Reiterinnen und Reiter für das ausgeschriebene Programm abgegeben – und den Veranstalter damit gezwungen, das Turnier auf sechs Tage auszudehnen.

Los geht es am Haselbüschken nun bereits am Dienstag, 19. Juli, ab 17 Uhr mit einem A- und einem L-Springen. An den weiteren Tagen geht es um sieben Uhr in der Frühe los, gegen 21 Uhr sollen die letzten Schleifen verteilt sein.

„Gewollt war das nicht, aber wir freuen uns jetzt darauf“, sagt Geschäftsführerin Barbara Kümer. Die Vorbereitungen laufen, und in roter SOS-Schrift suchen die Organisatoren auf der Homepage weitere Helfer für die beiden zusätzlichen Turniertage. Aktuell wird die Zeiteinteilung im Detail ausgearbeitet – um zum Beispiel am Turniersonntag die 161 Startplätze für das M**-Springen unterzubringen.

83 Startplätze beim Fritz-Ligges-Preis

Schließlich soll das beliebte Mannschaftsspringen der Klasse E nicht darunter leiden und auch das schwere Springen um den Fritz-Ligges-Gedächtnispreis nicht zu spät beginnen. Für diesen Wettbewerb wurden 83 Nennungen abgegeben; im Vorjahr waren 30 Pferde am Start.

Wie genau die Besetzung des Turnier-Höhepunktes aussehen wird, dürfte sich erst am Schlusstag entscheiden. Denkar, dass der eine oder andere Reiter antreten wird, der bei der parallel ausgetragenen Westfalenmeisterschaft seine Finalchance nicht genutzt hat. Im vergangenen Jahr war das Springen trotz des schlechten Wetters sehr gut besetzt. Eva Deimel (Wolbeck) gewann mit Sakrileg, mit Bernd Burghardt und Marie Ligges waren zwei Herberner platziert. Auch in den Vorjahren standen mit Toni Haßmann oder den irischen Top-Leuten Denis Lynch und Jessica Kürten international gestandene Profis vorne.

Steigerungen im Bereich der L-Dressur

Dass die Meldelisten am Ende übergelaufen sind, mag auch Folge einer dorfinternen Absprache gewesen sein. Denn am eigentlichen Turnierwochenende, dem dritten im Monat Juli, findet in Herbern die Kirmes statt. „Da wir aber nicht zwei größere Veranstaltungen an einem Wochenende in Herbern haben wollen, sind wir auf das vierte ausgewichen“, sagt Barbara Kümer. Und da waren die Herberner – einmal traditionell abgesehen von der „Westfälischen“ – im Turnierbereich plötzlich ungewohnt konkurrenzlos.

Das Plus an Nennungen verteilt sich in der Breite auf alle Prüfungsangebote; einen Ausreißer nach oben gibt es nicht, auch wenn eine klare Steigerung sich im Bereich der Dressurprüfungen auf L-Niveau feststellen lässt. Auch das Speed-Derby am Freitagabend, inzwischen Bestandteil einer von Joachim Raguse initiierten Serie, ist mit 47 Nennungen (20 Starter in 2015) gut angenommen worden.

Insgesamt bietet der RV von Nagel wieder die gesamte Palette bis hinunter zur Führzügelklasse an. Freuen dürfen sich auch die Freunde des züchterischen Bereiches. Der Mittwoch steht ganz im Zeichen der Nachwuchs-Springpferde.  ‘  reiterverein-herbern.de

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