2:1-Sieg des WSC stürzt Ascheberg tief in den Abstiegskampf

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Bei seinem ersten Startelf-Einsatz nach fast 5-monatiger Verletzungspause sorgt Joel Simon – hier gegen De Sousa – für Stabilität in der Defensivzentrale und Sicherheit im Spielaufbau.

Werne - Der Werner SC hat in der Fußball-Bezirksliga (8) mit dem zweiten Sieg in Folge seine Mini-Krise offenbar überwunden.

Mit 2:1 gewinnt das Team von Kurtulus Öztürk im Altkreis-Derby gegen den TuS Ascheberg. Der ist nun gefährdeter denn je. Nach dem überraschend deutlichen 5:1-Erfolg des Mitkonkurrenten VfB Lünen in Wethmar ist das Polster des TuS zum ersten der beiden Abstiegsplätze auf zwei Punkte geschmolzen.

Dem Team von Holger Möllers ist beim Gastspiel im Lindert die Verunsicherung anzumerken. Anders sieht’s beim Sport Club aus. Bei den Gastgebern sorgt Joel Simon in seinem ersten Startelf-Einsatz nach fast 5-monatiger Verletzungspause gleich für viel Sicherheit in der Defensivzentrale. Die Werner sind spielerisch stärker, besitzen vor der Pause aber keine großen Chancen. Zweimal ist TuS-Torhüter Rama Rubio den Schritt schneller am Ball als Baslarli (21., 27.), dann ist Rohlmann am hinteren Pfosten nach einer scharf gespielten Rechtsflanke von Durkalic zu überrascht davon, dass Drees den Ball verfehlt (29.). Und schließlich prüft Thannheiser den Gästekeeper mit einem 25-Meter-Schuss (32.).

Die größte Chance vor der Pause besitzt allerdings der TuS: Füchtling setzt sich das einzige Mal gegen den starken Aushilfs-Innenverteidiger Eisenbach durch und legt quer auf De Sousa, doch Torhüter Rafalski klärt mit einer Fußabwehr (45.).

Nach dem Seitenwechsel werden die Ascheberger ihre Furcht vor vielleicht entscheidenden Fehlern nicht los. Als Rohlmann von links flankt, nutzt Baslarli die Unentschlossenheit Rama Rubios aus und köpft zum 1:0 ein (63.). 20 Sekunden zuvor hatte der TuS-Keeper mit einer Fußballabwehr das Duell mit Baslarli gewonnen.

Auch beim 2:0 durch den MKopfball Daniel Durkalic sieht der TuS-Keeper nicht gut aus, fliegt bei Thannheisers Flanke am Ball vorbei (69.).

Erst jetzt, wo die Aascheberger nichts mehr zu verlieren haben, erwachen ihre Lebensgeister. Trainer Möllers bringt mit Heubrock eine weitere Offensivkraft. Der WSC verliert ein wenig seinen Rhyhtmus, verteidigt zudem fahrlässig. Als Fabian Vogt auf links völlig frei ist und mit dem rechten Fuß flankt, dreht sich der Ball über Rafalski hinweg zum Anschlusstreffer in den hinteren Torwinkel (75.).

Der WSC spielt seine Angriffe nicht konsequent genug aus und verhindert auf der anderen Seite die lang geschlagenen Angriffsbälle der Gäste nicht. Und die bringen Gefahr. Füchtling schießt Rafalski den Ball aus spitzem Winkel in die Arme statt in Richtung Elfmeterpunkt zu passen, wo Heubrock völlig frei auf die Kugel wartet (86.).

Anschließend leistet sich Stöver im Spielaufbau unbedrängt einen Pass ins Nichts und bringt sich in Schwierigkeiten. Er jagt Heubrock bis in den eigenen Strafraum nach und hat Glück, dass Schiedsrichter Leimbach den Kontakt nicht mit einem Elfmeterpfiff bestraft (88.). Schließlich müssen Eisenbach und Rafalski noch mit vereinten Kräften gegen De Sousa zur Ecke klären. Spätestens hier hat sich Ascheberg den Ausgleich eigentlich verdient.

WSC: Rafalski – Seifert, Eisenbach, Schwert – Saado, Simon – Rohlmann (90. Yilmaz), Klossek, Thannheiser (84. Hennes) – Baslarli, Durkalic

TuS: Rama Rubio – Vester (46. Sandhowe), Winkenstern (65. Heubrock), Drees, Sabe, Bultmann, Manfredi, Tüns, Vogt, Füchtling, De Sousa

Tore: 1:0 (63.) Baslarli, 2:0 (69.) Durkalic, 2:1 (75.) Vogt

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