Aus im Halbfinale

Tennisturnier in Nürnberg: Görges und Beck verpassen Endspiel

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Nach Julia Görges (Foto) hat auch Annika Beck die Hoffnungen der Nürnberger Tennisfans auf ein Finale mit deutscher Beteiligung enttäuscht.

Nürnberg - Nach Julia Görges hat auch Annika Beck die Hoffnungen der Nürnberger Tennisfans auf ein Finale mit deutscher Beteiligung enttäuscht.

Die an Nummer drei gesetzte 22-Jährige unterlag in ihrem Halbfinale am Freitag der Kolumbianerin Mariana Duque-Mariño mit 5:7, 1:6 und muss damit weiter auf ihren dritten Titel auf der WTA-Tour warten. Zuvor hatte schon Fed-Cup-Spielerin Görges ihr siebtes Karrierefinale verpasst. Die 27-Jährige unterlag der Niederländerin Kiki Bertens mit 6:3, 4:6, 6:7 (4:7).

Das Finale beim mit 250 000 Euro dotierten Sandplatzturnier findet am Samstag (13.30 Uhr) statt. „Schade, dass ich nicht mehr in der Lage war, das Match zu drehen“, resümierte Beck. Trotzdem sei es „eine super Woche mit super Tennis“ für sie gewesen.

„Die Enttäuschung ist natürlich da, wenn man zweieinhalb Stunden kämpft und im letzten Satz 6:7 verliert“, resümierte Görges. Bertens habe „am Ende besser serviert, ich musste für meine Aufschlagspiele mehr kämpfen.“ In die French Open und das Auftaktduell mit der Britin Johanna Konta geht Görges aber zuversichtlich. „Ich nehme sehr viel Positives mit“, versicherte sie.

Von Müdigkeit war bei Becks Gegnerin nichts zu sehen. Nach fast drei Stunden Spielzeit in ihrem wegen Dauerregens auf Freitagvormittag verschobenen Viertelfinale gegen Varvara Lepchenko aus den USA präsentierte sich die Kolumbianerin weiter aggressiv und lauffreudig. Aus ihrem starken Auftakt samt 4:1-Führung konnte Beck, die in Roland Garros auf eine Qualifikantin trifft, kein Kapital schlagen und verlor überraschend ihre spielerische Linie.

Kaum Fehler von der Grundlinie, hohe Intensität in ihren Schlägen - gleich zwei Breaks holte sich Duque-Mariño zu Beginn von Abschnitt zwei. Die Bonnerin Beck kam nun längst nicht mehr nach und musste nach rund 70 Minuten enttäuscht ihre Tasche packen. Das einzige Mal stand in Andrea Petkovic 2013 eine Deutsche im Endspiel des Nürnberger Versicherungscups. Damals gewann Simona Halep.

„Ich war tatsächlich ein bisschen überrascht, dass sie so erholt in das Match gestartet ist und sich nichts hat anmerken lassen“, ergänzte Beck und zeigte sich über die Fitness ihrer Kontrahentin durchaus verwundert.

Kurz vor Roland Garros lief es für Görges in ihrem Halbfinale verheißungsvoll. Mit starkem Aufschlagspiel und schließlich ihrem ersten Satzball ging sie souverän mit 1:0-Sätzen in Führung. Dann schlichen sich aber immer mehr Fehler ein. Bertens, die im Achtelfinale schon Vorjahresfinalistin Roberta Vinci ausgeschaltet hatte und in Paris auf Australien-Open-Gewinnerin Angelique Kerber trifft, schnappte sich das Break zum 4:2.

Görges agierte nun mutiger. Das kurze Hoch in Form eines Rebreaks war aber schnell wieder verflogen - ihre niederländische Kontrahentin trat beständiger auf und holte sich Abschnitt zwei.

In dem intensiven Match über zwei Stunden und 17 Minuten blieb Görges dran. Winnerschläge blieben jedoch Mangelware. Zwei Matchbälle konnte Görges abwehren, ehe sie sich geschlagen geben musste.

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