NBA-Showdown: Vollendet "King James" die Aufholjagd?

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LeBron James (o) und Stephen Curry kämpfen um die NBA-Krone. Foto: Ron Schwane/Pool

Die Golden State Warriors mit Steph Curry hatten schon den Meisterring am Finger. Doch Cleveland mit "King James" schlug zurück. Jetzt geht es ins Spiel sieben und ganz Amerika ist gespannt.

Oakland (dpa) - Das entscheidende Finalspiel in der nordamerikanischen Basketball-Liga NBA elektrisiert die Massen und hat für einen Rekord gesorgt.

Satte 49 500 Dollar (43 967 Euro) zahlte ein Promi für zwei Tickets in der ersten Reihe am Spielfeldrand, um das siebte Finalduell zwischen Titelverteidiger Golden State Warriors und den Cleveland Cavaliers in der Nacht von Sonntag auf Montag in Oakland live mitzuerleben. Es ist auch das Duell der Superstars: Stephen Curry gegen LeBron James.

"Do or die" ("Mach es oder stirb"): An markigen Sprüchen fehlt es vor dem Alles-oder-nichts-Spiel nicht. Für die Warriors mit Heimvorteil scheinbar eine gute Ausgangssituation. "Wenn mir jemand vor der Saison gesagt hätte, dass wir ein Spiel sieben bekommen und die Meisterschaft zu Hause gewinnen können, hätte ich das jederzeit angenommen", sagte Trainer Steve Kerr.

Doch die Vorzeichen sehen nicht ganz so gut aus. Golden State führte in der Best-of-Seven-Serie bereits mit 3:1 und schien durch zu sein. Aber Cleveland, angeführt vom überragenden James, glich aus. "Wir waren schon fast draußen. Spiel sieben. Die zwei besten Worte überhaupt. Ich kann es kaum erwarten. Wir werden alles geben, die Warriors aber auch", sagte James. Der "Auserwählte" ("The Chosen One") geht mit breiter Brust ins Endspiel.

Den Warriors hingegen machte die Niederlage in Spiel sechs offensichtlich zu schaffen. Currys emotionaler und 25 000 Dollar teurer Aussetzer, bei dem er seinen Mundschutz in Richtung Zuschauer warf, war sinnbildlich: Der Superstar spielt momentan nicht dieselbe Rolle wie vor den Finalspielen. In der regulären Saison erzielte er im Schnitt 30 Punkte pro Spiel bei der überragenden Trefferquote von 50 Prozent. In der Finalserie waren es bislang nur 23,5 Punkte bei 42 Prozent Erfolgsquote. Das sind keine schlechten Werte. Aber von dem "Killer mit dem Babyface" ist man gewohnt, dass er das Spiel der Warriors entscheidend beeinflusst.

Curry macht auch die aggressive und konzentrierte Defensive der Cavaliers zu schaffen. Im dritten Viertel von Spiel sechs wurde es in der Arena in Cleveland in einer Szene besonders laut: Als James einen Korbleger von Curry blockte und ihm danach ein paar Worte mit auf den Weg gab. Die Aktion hatte Symbolcharakter: James, der in der entscheidenden Phase der Serie Top-Leistungen abruft, stoppte den wertvollsten Spieler der regulären Saison.

Zusätzlich muss Golden State auch in Spiel sieben auf den für die Defensive so wichtigen Center Andrew Bogut verzichten, der sich im fünften Aufeinandertreffen verletzt hat. Andre Iguodala, der ebenfalls ein guter Verteidiger ist, hatte im vergangenen Spiel mit Rückenproblemen zu kämpfen. Cleveland hat mit seinem überragenden Superstar James also alle Chancen, sich für die Finalniederlage gegen die Warriors im vergangenen Jahr zu revanchieren.

Sollte Steph Curry aber seine Leichtigkeit wiederfinden und mit spektakulären Würfen treffen, wären die Warriors wohl kaum aufzuhalten. Zudem spricht die Historie gegen die Cavs und James: Noch kein Team in der Geschichte der NBA-Finals konnte nach einem 1:3 noch die Serie gewinnen.

Finals-Übersicht

ESPN-Bericht zu Strafe Curry

ESPN-Artikel zu Ticketpreisen

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