Aufwärtstrend

Martin hofft auf WM-Medaille im Zeitfahren

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Tony Martin gehört beim Einzelzeitfahren in Doha zu den Sieganwärtern. Foto: Yoan Valat

Happy End in Doha? Nach einem enttäuschenden Jahr greift Tony Martin bei der Straßenrad-WM nach einer Medaille im Einzelzeitfahren. Die Formkurve zeige zuletzt wieder nach oben. Am Mittwoch muss er es in der Hitze von Doha beweisen.

Doha (dpa) - Radprofi Tony Martin hofft nach seinem jüngsten Aufwärtstrend auf eine WM-Medaille im Einzelzeitfahren. Der dreimalige Weltmeister gehört bei den Titelkämpfen in Doha am Mittwoch neben dem Niederländer Tom Dumoulin und dem Australier Rohan Dennis zu den Sieganwärtern.

Nach seinem enttäuschenden zwölften Olympia-Platz in Rio de Janeiro ist Martin zu seiner alten Sitzposition zurückgekehrt. Im Mannschaftszeitfahren funktionierte dies bereits gut, mit dem Etixx-Team gewann der 31-Jährige den WM-Titel.

REKORDSIEGER: Mit vier WM-Titeln ist der Schweizer Fabian Cancellara der Rekordgewinner. Diesem Ziel jagte Martin, der von 2011 bis 2013 dreimal in Serie triumphierte, in den vergangenen Jahren vergeblich hinterher. Von Cancellara hat er indes nichts mehr zu befürchten. Der Ausnahmefahrer hat nach dem Olympiasieg in Rio seine Karriere beendet.

TITELKANDIDATEN: Schafft es Martin, an seine alten Glanzzeiten anzuknüpfen, gehört er wieder zum engen Favoritenkreis. Ansonsten kommen für den Sieg insbesondere der Australier Rohan Dennis, der Niederländer Tom Dumoulin und der weißrussische Vorjahresgewinner Wasil Kirijenka in Frage.

WETTER: Auch am Mittwoch werden in Doha wieder Temperaturen von weit über 30 Grad erwartet. Martin dürfte dies aber nicht so sehr beeinträchtigen, da er erst um 15.07 Uhr Ortszeit als viertletzter Starter auf die Strecke geht. Dann ist die Sonneneinstrahlung nicht mehr gar so schlimm.

VORBEREITUNG: Nach dem enttäuschenden zwölften Platz in Rio hat Tony Martin einen Schnitt gemacht und seine Rennmaschine umgerüstet. Er kehrte zurück zur alten Sitzposition, mit der er drei Titel eingefahren hatte. "Ich musste in Rio einsehen, dass das keine Position ist, auf der ich optimale Leistung bringen konnte. Letztlich bringt es nichts, wenn man 20 Watt im Wind spart, aber 50 Watt weniger Leistung auf die Pedale bringt." Das zahlte sich offenbar aus. Bei der Großbritannien-Rundfahrt gewann er ebenso das Zeitfahren wie in Doha den Kampf gegen die Uhr mit der Mannschaft.

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