DHB-Team als Gruppensieger weiter - "Das Maximale"

Die deutschen Handballer haben sich den Gruppensieg gesichert. Foto: Marijan Murat
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Die deutschen Handballer haben sich den Gruppensieg gesichert. Foto: Marijan Murat
Die DHB-Auswahl feierte einen 31:25-Erfolg. Foto: Marijan Murat
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Die DHB-Auswahl feierte einen 31:25-Erfolg. Foto: Marijan Murat
Uwe Gensheimer war mit sieben Treffern der beste Schütze gegen Ägypten. Foto: Marijan Murat
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Uwe Gensheimer war mit sieben Treffern der beste Schütze gegen Ägypten. Foto: Marijan Murat
Patrick Wiencek (m.) ging mit Magen-Darm-Problemen ins Spiel. Foto: Marijan Murat
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Patrick Wiencek (m.) ging mit Magen-Darm-Problemen ins Spiel. Foto: Marijan Murat
Andreas Wolff zeigte eine bärenstarke Leistung. Foto: Marijan Murat
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Andreas Wolff zeigte eine bärenstarke Leistung. Foto: Marijan Murat

Gegen den letzten Vorrundengegner Ägypten halten sich die deutschen Handballer schadlos. Keeper Andreas Wolff ist dabei in EM-Form. Der Lohn: der Einzug ins Viertelfinale als Gruppensieger.

Rio de Janeiro (dpa) - Sie klatschten sich ab, bildeten einen Kreis und feuerten sich mit einem lauten "Bad Boys"-Ruf zu weiteren Großtaten an. Dann ließen sich Kapitän Uwe Gensheimer und Co. von den deutschen Handballs-Fans in der Future Arena feiern.

Angeführt von ihrem im ersten Durchgang überragenden Keeper Andreas Wolff zogen die Europameister durch das 31:25 (15:12) über Afrikameister Ägypten als Gruppensieger ins olympische Viertelfinale ein.

"Wir haben eine gute Gruppenphase gespielt. Darauf können wir stolz sein", sagte Spielmacher Paul Drux, der bereits an das nächste Spiel gegen Katar oder Argentinien dachte: "Jetzt wollen wir erstmal das Viertelfinale gewinnen." Auch der deutsche Delegationsleiter Bob Hanning war vollauf zufrieden: "Der Gruppensieg ist in dieser Gruppe das Maximale, was zu erreichen war. Wir haben von Spiel zu Spiel eine Steigerung hinbekommen."

Linksaußen Gensheimer war vor rund 5500 Zuschauern mit sieben Toren bester Werfer des Teams von Bundestrainer Dagur Sigurdsson, das am Abend (Ortszeit) entspannt die Partie zwischen Katar und Argentinien verfolgen konnte. Mit Blick auf die klare Leistungssteigerung von Akteuren wie Christian Dissinger sagte Hanning: "Wir sind jetzt in der Spitze breiter aufgestellt." Das werde helfen, die nachlassenden Kräfte besser zu verteilen.

EM-Held Wolff brillierte zwei Tage nach dem 28:25-Erfolg gegen Slowenien mit zahlreichen Paraden - zur Pause hatte er die sensationelle Quote von 50 Prozent abgewehrter Würfe vorzuweisen. Der Lohn für den couragierten Auftritt: Jetzt geht es gegen den Vierten und vermeintlich leichtesten Kontrahenten aus Gruppe A.

Obwohl der Viertelfinaleinzug bereits festgestanden hatte, waren die Deutschen von Beginn an hellwach. "Der Kuchen steht auf dem Tisch, jetzt geht es um die Sahne", hatte Hanning vor der Partie gesagt - und die Europameister schnappten zu.

Zwar behagte die offensive Abwehr der Ägypter den Europameistern nicht, so dass sie um jedes Tor zäh ringen mussten. Dennoch lag das erstmals blau-gekleidete Sigurdsson-Team stets in Führung. Über 7:4 (13. Minute) und 10:7 (18.) hieß es zwischenzeitlich 15:10 (28.), als Tobias Reichmann mit zwei Kontertoren für die erste Fünf-Tore-Führung sorgte. Mit einer artistischen Parade rettete Wolff dann den 15:12-Pausenstand - seine 11. Abwehr beim 22. Wurf der Ägypter.

Symbolisch für den Siegeswillen der DHB-Auswahl: Kreisläufer Patrick Wiencek spielte trotz Magen-Darm-Problemen. Und das richtig stark: Im ersten Durchgang netzte er dreimal ein.

Und die Europameister demonstrierten schon vor Wiederbeginn, dass sie sich die "Sahne" nicht mehr nehmen lassen wollten. Nach nur sieben Minuten kam das Team aus der Kabine. Trainer Sigurdsson schärfte seinen Innenblockern Finn Lemke, Wiencek und Hendrik Pekeler noch ein paar Sachen ein. Und dies fruchtete, stand die Abwehr doch sicher.

Im Angriff zeigte sich die deutsche Offensive treffsicher und zog dank eines Doppelschlags von Kai Häfner auf 21:15 (37.) davon - die Vorentscheidung, auch wenn die Ägypter nicht aufsteckten und nochmals auf drei Treffer verkürzten. Doch auch dank der Zielsicherheit von Rechtsaußen Reichmann war der Sieg ungefährdet. So konnte es sich Sigurdsson auch leisten, für die letzten sieben Minuten Wolff aus dem Tor zu nehmen und dafür Silvio Heinevetter Einsatzzeit zu geben.

Das deutsche Aufgebot in Rio

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