Vorerst werde es „kein Miteinander geben“, schreiben die Verfasser und schließen mit den Worten: „Alle gegen den DFB!“. Die Erhöhung der Dauer von Stadionverboten oder die strikte Ablehnung von Pyrotechnik durch Liga und Verband werden unter anderem als Grund für die Verhärtung der Fronten angegeben.
Der Graben zwischen den so genannten Ultras und dem offiziellen Liga-Betrieb scheint in dieser Saison tatsächlich einen neue Rekordbreite zu erreichen. Wie die Schalker Ultras glauben viele Fan-Gruppierungen in Deutschland, immer größere Repressalien erdulden zu müssen. Für die Ultras aus Gelsenkirchen ist der Eindruck entstanden, „dass sich der DFB jahrelang nicht mit der Szene beschäftigt hat, völlig planlos agiert und auf Druck von außen zur gestarteten Saison die Zügel in die Hand nehmen möchte“. Übrigens „vergeblich“, wie sie im „Blauen Brief“ recht glaubhaft versichern.
Horst Heldt ist sich der Problematik bewusst, Schalkes Manager setzt aber weiterhin auf den Dialog mit den Ultras. In diesen gehe er völlig unvoreingenommen: „Ich akzeptiere zunächst einmal, wenn jemand eine Meinung hat“, sagt der 42-Jährige: „Wir leben in einer Welt der freien Meinungsäußerung. Und: Es ist noch nichts passiert.“ Andererseits dürften gewisse Grenzen nicht überschritten werden. Nicht nur die des guten Geschmacks. „Es gibt auch keine Toleranz bei Verstößen gegen die Strafgesetzordnung“, sagt Heldt. Schalkes Manager ist sich aber weiterhin sicher, dass „wir im direkten Dialog gemeinsam Lösungen finden werden“.
Dass der DFB von den Schalker Ultras nun allerdings als „Feindbild Nr. 1“ ausgerufen wird, wird von Vereinsseite mit Kopfschütteln quittiert. „ Da sind die Fans auf dem falschen Dampfer“, sagt Klubsprecher Thomas Spiegel. - Jens Greinke











