"Nahtlose Übergabe"

Heidel übernimmt am Sonntag auf Schalke

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Am Samstag wurde Horst Heldt in der Arena Auf Schalke bereits verabschiedet.

Gelsenkirchen - Sportvorstand Horst Heldt legt seinen Posten beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04 schon am Samstag nach dem Spiel bei 1899 Hoffenheim nieder. Christian Heidel, der zurzeit noch beim FSV Mainz 05 tätig ist, übernimmt ab Pfingstsonntag. Das gaben die Königsblauen am Mittwoch bekannt.

Christian Heidel verliert keine Zeit und übernimmt schon ab Pfingstsonntag als sportlich Verantwortlicher das Kommando beim Fußball-Bundesligisten Schalke 04. Zuvor absolviert der bisherige Sportvorstand und Heidel-Vorgänger Horst Heldt (46) im Auswärtsspiel bei 1899 Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr/Sky) seine letzte Dienstreise für die Königsblauen. Am Pfingstsonntag macht er für den bisherigen Mainzer Manager Heidel, der einen Vierjahresvertrag bis 30. Juni 2020 erhält, endgültig Platz. 

"Diese nahtlose Übergabe haben wir in den vergangenen Monaten in mehreren Treffen einvernehmlich vorbereitet. Der Aufsichtsrat hat diesem Vorgehen ebenfalls seine Zustimmung erteilt", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies in einer S04-Pressemitteilung: "Ich freue mich sehr, dass Christian Heidel und Horst Heldt gemeinsam mit mir diesen Prozess sehr konstruktiv begleitet haben." 

Die Verpflichtung von Heidel, der einen Vierjahresvertrag auf Schalke bis 2020 erhält, hatte der Aufsichtsrat am 21. Februar bei einem Treffen in Werl getroffen. Seit 1992 war der 52-Jährige für die Mainzer als Manager und Vorstandsmitglied tätig gewesen. Sein letztes Spiel als Manager der Rheinhessen erlebt er am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Hertha BSC. 

Heldt war bereits am vergangenen Samstag beim Heimspiel gegen den FC Augsburg (1:1) offiziell verabschiedet worden. "Es war eine Ehre, für diesen Verein arbeiten zu dürfen. Glückauf", sagte Heldt vor der Partie via Stadion-Mikrofon. In seinen sechs Amtsjahren stets umstritten, galt der Ex-Nationalspieler seit der Verpflichtung Heidels nur noch als "lame duck". 

Dass die Schalker keine Zeit zu verlieren haben und die Planung für die kommende Spielzeit unmittelbar nach dem letzten Bundesliga-Spieltag Heidel übertragen würden, war abzusehen. Die Schalker Mannschaft erreicht aller Voraussicht nach nur die Europa League - eine Enttäuschung für die hoch ambitionierten Kicker aus Gelsenkirchen. 

Heldt hatte zuletzt nochmals die fehlende Ruhe bei den Knappen beklagt: "Wenn ich einen Appell liefern darf, dann den, dass für die nächsten Schritte des Vereins mehr Ruhe einkehren muss." Heidel wird sich an die aufgeregte Atmosphäre auf Schalke gewöhnen müssen. 

Die erste Aufgabe ist wohl die Verpflichtung eines neuen Cheftrainers, denn die Tage von Noch-Coach Andre Breitenreiter dürften gezählt sein. Wunschkandidat der Königsblauen ist fraglos Markus Weinzierl vom FC Augsburg, der am vergangenen Samstag bereits eine Visitenkarte in Gelsenkirchen abgab und dort mit den bayerischen Schwaben den Klassenerhalt durch den Punktgewinn auf Schalke feierte. Allerdings dürfte die Verpflichtung Weinzierls nicht gerade billig werden, denn der Coach hat beim FCA noch einen Vertrag bis 2019. Aber mit einer Ablösezahlung in deutlich siebenstelliger Höhe dürfte das zu regeln sein. Zuletzt hatte bereits Bundesliga-Aufsteiger RB Leipzig Ralph Hasenhüttl für 1,5 Millionen Euro vom FC Ingolstadt losgeeist. - sid

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