Europa League

Schalke geht mit großem Respekt ins Spiel gegen Donezk

Fußball: Bundesliga, FC Schalke 04 - Hannover 96: 15. Spieltag am 04.12.2015 in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen). Schalkes Benedikt Höwedes (l-r), Sascha Riether, Franco Di Santo und Eric Maxim Choupo-Moting jubeln nach dem Spiel. Das Spiel endete 3:1. Foto: Maja Hitij/dpa (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Schalke will Donezk knacken.

Lwiw - Der FC Schalke 04 ist wohlbehalten in Lwiw angekommen und fiebert dem Europa League-Duell gegen Schachtjor Donezk entgegen. Unser Redakteur Jens Greinke ist vor Ort und gibt die letzten Infos zum Spiel.

Dass Dennis Aogo am Mittwochnachmittag problemlos die Passkontrolle am Flughafen in Lwiw absolvieren konnte, hatte der Schalker Profi der deutschen Bundespolizei zu verdanken. Denn diese hatte Aogo am Abflugort in Köln recht unbürokratisch zu einem vorläufigen Reisepass verholfen, nachdem dem 29-Jährigen im Check-In-Bereich sein Handgepäck gestohlen worden war. 

Laptop, Reisepass, persönliche Gegenstände und Geld – ein recht dreistes Diebes-Duo hatte zugeschlagen, als Aogo vor dem Abflug noch ein TV-Interview gegeben hatte. Der Schalker Defensiv-Spieler war danach erst einmal ziemlich bedient. 

Aber ebenso dankbar, dass die Bundespolizei in Windeseile Ersatzdokumente ausstellte, damit der Ex-Nationalspieler die Reise auch antreten durfte. Der Trip in die Ukraine, wo am Donnerstagabend das Zwischenrunden-Hinspiel gegen Schachtjor Donezk stattfindet (21.05 Uhr/Sky) begann so mit Hindernissen, zumal sich der Abflug auch noch um fast eine Stunde verspätete, da der Mannschaftsbus im Stau hängen geblieben war.

Choupo-Moting hat großen Respekt vor Schachtjor

Spieler und Verantwortliche hoffen, dass es in der „Arena Lwiw“ reibungsloser läuft. Allerdings wissen die Schalker um die Schwere der Aufgabe. Oder wie es Eric Maxim Choupo-Moting formuliert: „Das ist eine ordentliche Herausforderung.“ 

Schalkes Angreifer hat großen Respekt vor der Mannschaft von Schachtjor Donezk, die wegen der Unruhen in der Ostukraine seit einigen Monaten ihre Spiele meist im rund 1000 Kilometer entfernten Lwiw austragen muss: „Neben Dinamo Kiew gehört Schachtjor zu den großen Klubs in der Ukraine. Sie haben individuell eine gute Qualität.“ 

Für Horst Heldt ist Schachtjor gar „das schwerste Los, das wir in dieser Runde erwischen konnten“. Das Team aus der ostukrainischen Bergarbeiterstadt hatte in der „Königsklasse“ gegen Gegner wie Real Madrid und Paris St. Germain die Segel streichen müssen und war wie andere prominente Teams als Gruppendritter in die Europa League abgerutscht.

Europa League inzwischen deutlich aufgewertet

Weshalb dieser Wettbewerb für Choupo-Moting nun „Champions-League-Niveau“ erreicht. Auch Horst Heldt wurde bei der Auslosung „bewusst, was da für Granaten im Wettbewerb sind“. 

Und Trainer André Breitenreiter ergänzt: „Die Europa League hat in diesem Jahr eine enorme Aufwertung erfahren dank der großen Namen, die noch im Wettbewerb sind.“ Ein Vorteil für die Schalker könnte sein, dass die Saison in der Ukraine erst am 5. März wieder beginnt.

Schachtjor verliert wertvollsten Spieler 

Zudem hat Schachtjor in diesem Winter seinen wohl wertvollsten Spieler verloren: Der Brasilianer Alex Teixeira, der in der Hinrunde 22 Tore erzielt hatte, wechselte für gut 50 Millionen Euro nach China. Teixeiras Landsmann Fred ist wegen Dopings noch bis Juni gesperrt. 

„Das ist definitiv ein Vorteil“, so Choupo-Moting: „Aber sie haben noch andere gute Spieler.“ Am Abend gab es für Dennis Aogo dann doch noch einen zumindest kleinen Lichtblick: Auf einem Parkplatz am Kölner Flughafen wurden einige Habseligkeiten wie Schlüssel und Karten aufgefunden. Die Tasche selbst sowie Laptop und Geld blieben verschwunden.

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