Anstoß im Olympiastadion am Freitag um 20.30 Uhr

FC Schalke 04 will im Spitzenspiel bei Hertha BSC Berlin Platz drei erobern

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Schalkes Joel Matip und Herthas Salomon Armand Kalou kämpfen im Hinspiel um den Ball.

Gelsenkirchen - Nach zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen ist beim FC Schalke 04 das Selbstbewusstsein zurückgekehrt. Mit einem Sieg am Freitag bei Hertha BSC Berlin könnte der Revierclub die Hauptstädter sogar überholen und auf den dritten Platz vorstoßen.

Mit frischem Selbstbewusstsein nach der jüngsten Erfolgsserie will der FC Schalke 04 einen Angriff auf den dritten Tabellenplatz starten. "Wir wollen an unsere zuletzt gezeigten Leistungen anknüpfen. Wenn wir das machen, haben wir auch in Berlin gute Möglichkeiten, zu punkten", sagte Schalkes Trainer André Breitenreiter vor der Partie beim Überraschungs-Dritten Hertha BSC am Freitag (20.30 Uhr/Sky). 

Mit einem Sieg könnte der Tabellenvierte (41 Punkte) die Hertha (42) überholen und seine Champions-League-Ambitionen untermauern. "Jeder sieht, wie eng es da oben ist. Nahezu an jedem Wochenende verschiebt sich die Tabelle", betonte Breitenreiter, der weiter auf die verletzten Eric Maxim Choupo-Moting (Beckenprellung) und Leon Goretzka (Schultereckgelenksprengung) verzichten muss. 

Nach längerer Durststrecke haben die Königsblauen in der Englischen Woche mit sieben Punkten durch das 0:0 in Frankfurt und die Siege gegen den Hamburger SV (3:2) und beim 1. FC Köln (3:1) wieder in die Erfolgsspur gefunden. Nun soll der nächste Schritt folgen. 

"Es ist schon beeindruckend, dass wir uns aus dieser schwierigen Situation zurückgekämpft und uns so gesteigert haben. Wir dürfen nach den jüngsten Erfolgserlebnissen nicht nachlassen, sondern müssen nachlegen", warnte Breitenreiter. 

Er rechnet mit heftiger Gegenwehr: "Hertha ist eine Mannschaft, die sehr kompakt und aggressiv verteidigt. Da müssen wir zielstrebig und variabel spielen." 

Noch vor zwei Wochen, nach dem Aus in der Europa League durch das blamable 0:3 gegen Schachtjor Donezk, war die Stimmung in Gelsenkirchen auf einem Nullpunkt. Die Fans waren aufgebracht, der Trainer stand in der Kritik. Sogar über mögliche Nachfolger wie Lucien Favre wurde öffentlich bereits spekuliert. 

Diese Situation bezeichnete Breitenreiter im Interview der "Sport Bild" (Mittwoch) rückblickend als "die schwierigste Phase meiner Trainer-Karriere". Ihm sei die "besondere Herausforderung" auf Schalke von Anfang an bewusst gewesen, die "Wucht mancher Medien" habe er aber unterschätzt. 

Grundsätzlich wünscht sich der 42-Jährige mehr Gerechtigkeit in der Bewertung seiner Arbeit und mehr Geduld bei der Weiterentwicklung der jungen Mannschaft. Man habe immer mit Rückschlägen gerechnet, meinte er. "Aber wir müssen realistisch bleiben, um in Ruhe und Kontinuität etwas aufzubauen." - dpa

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