Draxler zurück in Gelsenkirchen

Schalker überzeugen beim 3:0 gegen Wolfsburg

 
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Gelsenkirchen - Der FC Schalke 04 sich wieder im Vorderfeld der Fußball-Bundesliga festgesetzt. Die Königsblauen besiegten am Samstag den mit dem ehemaligen Schalker Julian Draxler angetretenen VfL Wolfsburg verdient mit 3:0 (2:0) und sind im Kampf um die Champions-League-Plätze wieder gut im Rennen.

Vor 61.483 Zuschauern in der Veltins-Arena sicherten Klaas-Jan Huntelaar (24. Minute), Johannes Geis (35.) und Neuzugang Alessandro Schöpf (87.) den sechsten Heimsieg gegen den VfL in Serie. Der DFB-Pokalsieger wartet nun schon seit sieben Partien auf eine Dreier und droht im Kampf um die Europapokal-Ränge den Anschluss zu verlieren.

Schalke-Trainer André Breitenreiter konnte zum dritten Mal in diesem Jahr dieselbe Startelf aufbieten. Bei den Niedersachsen gab es drei Wechsel im Vergleich zum 1:1 gegen den 1. FC Köln. Trainer Dieter Hecking brachte Robin Knoche, Daniel Caligiuri und Nicklas Bendtner für Dante, der auf der Bank saß, Luiz Gustavo (gesperrt) und André Schürrle (Adduktorenprobleme).

Mit dabei war der in dieser Woche leicht erkrankte Draxler, der erstmals seit seinem Wechsel in seine Heimat zurückkehrte. Zwar musste sich der 22 Jahre alte Weltmeister wie erwartet Pfiffe und Schmährufe anhören, doch blieben die Unmutskundgebungen der Knappen-Fans im Rahmen.

"Ich bin auf das Schlimmste vorbereitet", hatte Draxler zuvor befürchtet. Immerhin hatte er 14 Jahre lang das königsblaue Trikot getragen. Im Spiel zeigte er sich zu Beginn unbeeindruckt, war bemüht und setzte seine Mitspieler einige Male gut in Szene. Mit zunehmender Spieldauer tauchte Draxler aber immer mehr ab.

Die erste gute Chance hatten die Knappen. Eine Direktabnahme von Eric Maxim Choupo-Moting (5.) strich über das Tor von Diego Benaglio in dessen 300. Pflichtspiel für den VfL. Auf der Gegenseite musste Ralf Fährmann (9.) erstmals eingreifen, als er einen Schuss von Sebastian Jung parierte. Pech hatte Caligiuri (22.), der aus gut 25 Metern abzog, aber nur die Latte traf.

Nur zwei Minuten später machte es Huntelaar mit seinem sechsten Saisontor besser: Zwar war Benaglio beim 20-Meter-Schuss des Niederländers noch mit den Fingerspitzen am Ball, konnte das 0:1 aber nicht verhindern. Beim zweiten Gegentreffer durch einen fabelhaft verwandelten direkten Freistoß von Geis (35.) aus rund 25 Metern war der Schweizer Nationalkeeper dann machtlos. Fast wäre Geis kurz darauf ein ähnliches Freistoß-Kunststück gelungen, doch diesmal flog der Ball knapp am Tor vorbei. Mit dem 2:0 im Rücken brachten die schwungvoll agierenden Schalker den Gegner, der in der Abwehr zunehmend unsicherer wurde, noch einige Mal in Verlegenheit.

Nach dem Wechsel bemühte sich die Hecking-Elf um den Anschlusstreffer, tat sich gegen die sicher stehende Schalker Defensive aber schwer. Das Spiel nach vorn war zu unpräzise, und so ging kaum Gefahr von den Aktionen aus. Daran konnte auch der erste Einsatz des VfL-Wintereinkaufs Bruno Henrique nichts ändern. Der eingewechselte brasilianische Stürmer verfehlte in der 70. Minute freistehend das Tor. Mit seinem ersten Treffer für Schalke setzte Schöpf dann den umjubelten Schlusspunkt - die Revanche für das 0:3 im Hinspiel war geglückt. - dpa

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