Schalker schauen mit Bangen auf den "tollen Spieltag"

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Gelsenkirchen - Horst Heldt empfindet den Freitagabend generell als „tollen Spieltag“ – allerdings mit einer Einschränkung: „Wenn man gewinnt. Dann kann man sich am Samstag und Sonntag genüsslich vor den Fernseher setzen und zuschauen, was die Konkurrenz macht.“

Am vergangenen Freitag hatten die Schalker bei Hertha BSC mit 0:2 verloren, weshalb sich das TV-Vergnügen für den Schalker Manager in argen Grenzen gehalten hatte: „Ich habe da überhaupt kein Fernsehen geschaut, sondern mir nur die Ergebnisse angeguckt.“

Am Freitagabend (20.30 Uhr/live auf Sky) sind die Schalker erneut an der Eröffnung des Spieltages beteiligt. Und wieder geht es gegen einen direkten Tabellenkonkurrenten: gegen die Borussia aus Mönchengladbach, die mit einem Zähler Vorsprung auf dem vierten Tabellenrang liegt. Angesichts von sieben noch ausstehenden Meisterschaftspartien wird am Freitag zwar keine Entscheidung über den endgültigen Tabellenplatz fallen, doch wissen die Schalker natürlich, dass es „ein sehr wichtiges Spiel ist“, wie Trainer André Breitenreiter sagt. Sein Ziel: „Wir wollen mit einem Sieg an Gladbach in der Tabelle vorbeiziehen.“

Zwar ist die Bilanz der Gladbacher bei ihren Auftritten in den vergangenen Jahren geradezu verheerend: Die „Fohlen“ holten nur einen Sieg bei ihren letzten 19 Bundesliga-Auftritten in Gelsenkirchen. Allerdings dürfte sich das Team von André Schubert dann lieber an die beiden Auftritte in der Hinrunde erinnern, die sie gegen Schalke siegreich gestalten konnte. Dem 3:1-Sieg in der Bundesliga in Gladbach im Oktober folgte nur drei Tage später der 2:0-Erfolg in der zweiten Runde des DFB-Pokals – und zwar auf Schalke.

„Im Duell gegen direkte Konkurrenten machen Kleinigkeiten den Unterschied aus“, sagt Breitenreiter. „Und eben diese Kleinigkeiten müssen wir für uns positiv gestalten“, assistiert Heldt, der sich auf ein „interessantes Duell mit Feuer“ freut.

Auf welches Personal Breitenreiter heute wird zurückgreifen können, stand am Donnerstag noch nicht fest. Leon Goretzka und Eric Maxim Choupo-Moting sind laut Breitenreiter „in dieser Woche wieder ans Mannschaftstraining herangeführt worden“. Angeschlagen ist auch Max Meyer, der bei der 0:2-Niederlage in Berlin umgeknickt war.

Horst Heldt dementierte übrigens recht glaubhaft Gerüchte, dass es einen Wechsel von Ralf Fährmann zum FC Liverpool geben könnte. Die Engländer mit Trainer Jürgen Klopp sollen Interesse an der Verpflichtung des Schalker Schlussmannes gezeigt haben. „Nein, undenkbar“, meinte Heldt: „Das besteht meiner Ansicht nach keine Gefahr für Schalke. Es ist nicht so, dass ich Ralf das leistungsmäßig nicht zutrauen würde. Aber seine Unterschrift war ein klares Statement.“ Fährmann hatte seinen Vertrag auf Schalke im Herbst des vergangenen Jahres bis 2020 verlängert.

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