Schalke-Coach Breitenreiter weist Kritik zurück: "Rufschädigung"

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André Breitenreiter wehrt sich gegen Vorwürfe, es käme zwischen im und der Mannschaft zu Differenzen. Vor der Partie in Darmstadt sprach der Trainer sogar von "Rufschädigung".

[Update 15.15 Uhr] Gelsenkirchen - Trainer André Breitenreiter setzt sich gegen öffentliche Kritik an seiner Arbeitsweise und Berichte über angebliche interne Unstimmigkeiten beim FC Schalke 04 zur Wehr.

Trainer André Breitenreiter spürt erstmals als Trainer des FC Schalke 04 heftigen Gegenwind. Öffentliche Kritik an seiner Arbeitsweise und Berichte über angebliche atmosphärische Störungen wies der Trainer des Fußball-Bundesligisten am Donnerstag erneut zurück. "Das geht schon in den Bereich der Rufschädigung, zumal es unbewiesene Behauptungen sind. Ich habe eine klare Linie. Die werde ich zu hundert Prozent beibehalten. Ich muss auch mal harte Entscheidungen treffen, die sicher nicht immer angenehm sind", sagte Breitenreiter vor dem Auswärtsspiel bei Darmstadt 98 am Samstag. 

Nun müsse man sich auf das konzentrieren, was wichtig sei: "Das ist, möglichst drei Punkte in Darmstadt zu holen." Ausgelöst wurde die Debatte vom TV-Sender Sky nach der bitteren 1:3-Heimpleite gegen Bremen. Die Einschätzung, es gebe Differenzen zwischen Breitenreiter, Teilen des Teams und Clubangestellten sowie interne Kritik an der Trainer-Arbeit, sorgte auf Schalke für Verdruss. 

Horst Heldt hatte die Berichte als "absoluten Schwachsinn" bezeichnet. Der Manager stellte sich hinter den zu Saisonbeginn aus Paderborn verpflichteten Coach und zog nun einen Schlussstrich unter das leidige Thema: "Das ist jetzt endgültig erledigt." Berichte, wonach er selbst nach Ende seiner Schalker Amtszeit im Sommer zu 1899 Hoffenheim wechseln würde, wies Heldt als Spekulationen zurück. "Wenn ich mich jetzt mit anderen Vereinen beschäftigen würde, wäre das eine Backpfeife und Verrat an unseren Fans. Ich möchte meine Arbeit hier am 30. Juni so beenden, dass sie erfolgreich ist", betonte Heldt. "Ich identifiziere mich zu hundert Prozent mit dem Verein." 

Rückendeckung erhielt Breitenreiter von Ralf Fährmann. "Das Ganze kann ich in keiner Weise nachvollziehen. Das gilt vor allem für die Kritik, die bezogen auf die Trainingsinhalte geäußert wurde", sagte der Torhüter. "In der momentanen Situation haben wir das beste Training, das wir uns wünschen können. Wir werden bestens vorbereitet auf jeden Gegner", lobte er die akribische Arbeit Breitenreiters, der nach eigenem Bekunden großes Feedback von der Mannschaft und den Angestellten bekommen habe. 

Klar ist, das der Druck auf Breitenreiter und das Team in den nächsten Wochen wächst, wenn die Ergebnisse ausbleiben. Die lange Verletztenliste, Spekulationen um Profis wie Leroy Sané oder Joel Matip, der vom FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp umworben wird, sowie die Diskussionen um Heldt und dessen designierten Nachfolger Christian Heidel tragen nicht zur Beruhigung der Lage bei. Heidel sagte am Donnerstag in Mainz, dass über seinen möglichen Wechsel nach Schalke im Sommer nicht entschieden sei. "Ein Club muss wollen, ich muss wollen und die beiden Gremien müssen wollen. Die vier Häkchen sind noch nicht da." 

Fährmann fordert die "passende Reaktion" in Darmstadt und appelliert an den Charakter der Spieler: "Das Ganze wird uns meiner Meinung nach nicht negativ belasten. Ganz im Gegenteil: Jetzt erst recht!" Auch Breitenreiter hofft, dass sein Team den Bremen-Ausrutscher ausbügelt. "Wir wollen uns die verlorenen Punkte zurückholen." - sid

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