Noch keine Erleichterung bei S04

Mit Augsburger Tugenden zum Schalker Schlüssel

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Schalke 04 will mit einem Sieg beim Augsburg in der Tabelle weiter nach oben klettern.

Gelsenkirchen - Schalke 04 will und muss beim FC Augsburg nachlegen. Denn große Erleichterung hat sich bei den Königsblauen noch nicht breit gemacht. Beim FCA hat S04 einen großen Vorteil.

Befreiungsschlag. Erlösung. Ja sogar vom Wendepunkt war die Rede, nachdem der FC Schalke 04 im sechsten Anlauf endlich seinen ersten Saisonsieg. Klar, der Erfolg sorgte für etwas mehr Ruhe bei den Königsblauen. Sich darauf auszuruhen und zu glauben, dass jetzt alles funktionieren würde, wäre allerdings der falsche Schritt. Beim FC Augsburg muss die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl am Samstag (15.30 Uhr/hier im Live-Ticker) nachlegen.

„Wenn du das nächste Spiel verlierst, hast du von sieben Spielen sechs verloren, das ist auch nicht besser als sechs von sechs zu verlieren“, stellt Manager Christian Heidel klar. „Deswegen darf man das jetzt nicht als Erleichterung interpretieren.“ Diese sei erst zu spüren, wenn der Klub „aus diesem Schlamassel raus ist“. Schließlich sind die Blau-Weißen mit mageren drei Pünktchen 16. der Bundesliga. Zu wenig für einen Verein wie Schalke 04.

"Bereich, in dem man den Schlüssel findet"

Aber klar, das 3:0 gegen Salzburg und das 4:0 gegen Gladbach sorgen beim Sportvorstand für das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein. Und zwar dorthin, „dass die Mannschaft jetzt erfolgreich Fußball spielen kann“. Erneut verweist er auf die fehlende Zeit für das Team, sich zu finden. Automatismen einzustudieren. Abläufe zu festigen. „Jetzt“, sagt Heidel, „kommt die eine oder andere Trainingseinheit mehr dazu, das spürt man. Wir kommen immer mehr in den Bereich, in dem man sagt, wir finden den Schlüssel.“

Schalke findet gegen Gladbach zurück in die Liga-Spur

Um die Tür zu konstanten Auftritten dauerhaft zu öffnen. Daher werde sich die Erleichterung beim Schalker Manager erst dann breit machen, „sobald wir das Gefühl haben, dass die Mannschaft das verinnerlicht hat, wie wir Fußball spielen wollen und dass wir wechseln können, ohne von der Gesamtrichtung abzukommen.“ Will heißen: Noch scheint nicht jeder Spieler die Anforderungen von Weinzierl zu 100 Prozent zu erfüllen. Prominentester Härtefall ist wohl Max Meyer, der bislang nur in zwei Liga-Partien in der Startelf gestanden hatte. Weinzierl beorderte stattdessen Leon Goretzka auf die „Zehn“. Um auch auf dieser Position mehr Kämpfer-Tugenden einzusetzen.

Weinzierl will Augsburger Tugenden kontern

Denn auf die wird es auch in Augsburg ankommen. Das weiß der Schalker Trainer nur zu gut, war doch in den vier Jahren zuvor für die bayerischen Schwaben an der Seitenlinie verantwortlich. Daher könne er seine aktuelle Truppe auch bestens auf den kommenden Gegner vorbereiten. „Ich glaube, dass kein Spieler mich überraschen wird“, sagt Weinzierl, denn: „Ich weiß, wie Augsburg spielt, wie die einzelnen Spieler funktionieren. Und als Mannschaft werden sie funktionieren, weil sie alles reinschmeißen werden. Es gilt, die Augsburger Tugenden zu kontern.“

Daher erwartet der 41-Jährige ein enges Duell: „Bei solchen Begegnungen hängt es an Kleinigkeiten. Und es geht darum, die Kleinigkeiten für sich zu entscheiden. Wir müssen 110 Prozent in den Ring schmeißen. So wollen wir agieren, so müssen wir agieren.“ Entsprechend werde er die Mannschaft aufstellen. Ohne Rücksicht auf Härtefälle wie Meyer.

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