Schalkes Neuzugänge überzeugen

Bentaleb und Co. beweisen: Qualität braucht keine Zeit

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Nabil Bentaleb hatte im Spiel gegen den FC Bayern die meisten Ballkontakte auf Seiten von Schalke 04.

Gelsenkirchen - Nabil Bentaleb und Benjamin Stambouli überzeugen gleich bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt für den FC Schalke 04. Manager Christian Heidel sieht das aber nicht als Freifahrtschein.

Auf den ersten Blick schien es mutig, wie Schalkes Coach Markus Weinzierl die Partie gegen den FC Bayern anging. Sechs Veränderungen in der Startelf im Vergleich zum verlorenen Liga-Auftakt bei Eintracht Frankfurt. Fünf Neue waren dabei, darunter Yevhen Konoplyanka, der wegen der Länderspielreise nur an zwei Tagen gemeinsam mit neuen Teamkollegen hatte trainieren können.

Ein Beobachter ohne diese Kenntnis wäre wohl schnell zu dem Schluss gekommen: Da steht ein Team auf dem Platz, das sich schon wesentlich länger kennt. „Qualität braucht nicht lange, um sich einzufinden, das hat man gesehen“, stellte Leon Goretzka fest. Das galt auch für Konoplyanka, dessen Tempo und kreativen Ideen auf der rechten Offensivseite in seinen 55 Minuten, in denen im Einsatz gewesen war, bereits aufblitzen.

Bentaleb hat die meisten Schalker Ballaktionen

Vor allem aber traf das auf Benjamin Stambouli und Nabil Bentaleb im komplett neuen defensiven Mittelfeld der Königsblauen zu. Sicherlich ist es nicht von Nachteil, dass beide bereits gemeinsam für Tottenham Hotspur gespielt hatten. Dennoch war es im Duell im Duell mit dem FC Bayern beeindruckend, wie schnell und gut sie ihre Rolle auf Schalke bereits angenommen und verinnerlicht hatten. Und vor allem die von Manager Christian Heidel viel diskutierte Mentalität direkt auf den Platz brachten.

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Das Duo stellte den Bayern geschickt die Räume zu. Ging – wie auch der Rest des Teams – aggressiv in die Zweikämpfe, um die Kugel zu erobern, So kam es nicht von ungefähr, dass Bentaleb mit 59 die meisten Ballaktionen auf Seiten der Schalker hatte. Stambouli zeigte indes auch bereits seine Qualitäten in der Schaltzentrale.

„Das heißt jetzt nicht, dass die beiden da die nächsten 24 Jahre zusammen durchspielen“, sagte Heidel. Es spiele für den Sportvorstand keine Rolle, wer auf der Doppel-Sechs aufläuft: „Es geht darum, dass wir uns einen Spielstil aneignen.“ Dennoch haben Bentaleb und Stambouli – wie die anderen Neuen – bewiesen, dass sie dem Schalker Auftritt gut tun.

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