Vor Europa League-Rückspiel

S04-Manager ruft Team gegen Donezk zu höchster Konzentration auf

Fußball-Bundesliga, 22. Spieltag: FC Schalke 04 - VfB Stuttgart am 21.02.2016 in Veltins Arena in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen). Schalkes Sportdirektor Horst Heldt geht an Maskotchen Erwin vorbei. Foto: Bernd Thissen/dpa (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Horst Heldt hofft, dass sich die Mannschaft weiterhin auf die Saisonziele konzentriert.

Gelsenkirchen - Vor dem Rückspiel in der Europa League zwischen dem FC Schalke 04 und Schachtjor Donezk (Donnerstag, 19 Uhr/Sky) nimmt Horst Heldt das Team in die Pflicht. Saisonspiel ist noch immer Platz 3 in der Liga.

Wer Horst Heldt bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Schachtjor Donezk beobachtete, hätte fälschlicherweise den Eindruck bekommen können, dass den Mann bereits ein Hauch von Wehmut umweht. 

Heldt stand am Rande des Presseraums und blickte immer wieder etwas versonnen ins Leere, während vorne auf dem Podium Trainer André Breitenreiter und Interims-Kapitän Klaas-Jan Huntelaar zu erklären versuchten, wie die Mannschaft am besten ins Achtelfinale der Europa League einzieht. 

„Nein, nein“, wehrte der zum Saisonende scheidende Manager nachher jeglichen Anflug von romantischen Gedanken ab: „Wehmut ist noch nicht dabei. 

Dafür sind die Aufgaben noch zu spannend.“ Heldt, der im Sommer von Christian Heidel als Schalker Sportvorstand abgelöst wird, will bis zum Saisonende fokussiert und konzentriert weiterarbeiten. „Es ist mir nun einfach eine Verpflichtung, bestmöglich an Christian Heidel zu übergeben“, sagte der 46-Jährige.

Heldt wird Gespräch mit Heidel suchen

Klaas-Jan Huntelaar brennt auf das Rückspiel gegen Donezk.

Dazu werde auch das Gespräch mit seinem Nachfolger gehören, das Heldt bislang immer abgelehnt habe. „Das habe ich aber auch nur gemacht, weil bis zum Sonntag noch keine Fakten geschaffen waren, wer mein Nachfolger wird“, erklärt der gelernte Kfz-Mechaniker.

Er will nun aber den Dialog mit dem ehemaligen Autohändler Heidel suchen wird: „Natürlich müssen wir ein paar Sachen absprechen.“ Am vergangenen Sonntag hatte der Verein offiziell die Verpflichtung von Heidel bekannt gegeben, der nach 24 Jahren in leitender Position beim FSV Mainz 05 zu den Blauweißen wechseln wird. 

Ebenso wichtig, wie der professionelle Austausch zwischen Vorgänger und Nachfolger ist es für Heldt, dass die Mannschaft weiter fokussiert an ihren Saisonzielen arbeitet.

"Platz drei" ist das erklärte Ziel

Weshalb Heldt nach dem unter dem Strich enttäuschenden 1:1-Remis gegen den VfB Stuttgart am Sonntag noch einmal ganz klar „Platz drei“ als Saisonziel ausgegeben hatte. 

Hintergrund für die ehrgeizigen Töne ist vor allem Heldts Befürchtung, dass sich die Mannschaft angesichts des Wechsels auf der Manager-Position nicht mehr stark genug auf die vom Verein gewünschten Ergebnisse konzentriert. 

„Genau das darf nicht passieren“, sagt Heldt: „Dass wir uns jetzt nur auf die Zukunft konzentrieren und die Gegenwart außer Acht lassen.“ Zur Schalker Gegenwart gehört zweifellos das Rückspiel in der Zwischenrunde der Europa League gegen Schachtjor Donezk (25. Februar, 19 Uhr/Sky).

Personalsorgen bei Breitenreiter

Vor einer Woche hatte es für die Knappen in der Ukraine trotz eines ansehnlichen Spiels nur zu einem 0:0 gereicht. „Ein sehr gefährliches Ergebnis“, wie Trainer André Breitenreiter meint, den zudem arge personelle Sorgen plagen. 

Denn der Einsatz der angeschlagenen Leon Goretzka, Max Meyer und Eric Maxim Choupo-Moting ist mehr als fraglich. Sie konnten beim Abschlusstraining nicht teilnehmen, ein letzter Test am Donnerstagvormittag soll letztlich darüber entscheiden, ob sie spielen können oder nicht.

Huntelaar will einfach gewinnen 

So wird wahrscheinlich Klaas-Jan Huntelaar, der im Hinspiel erst in den letzten zwei Spielminuten eingesetzt worden war, von Beginn an im Sturmzentrum spielen. Auf die Frage, was das Team besser machen müsste als im Hinspiel, gab der Niederländer schlicht die Antwort: „Gewinnen.“

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