Chaostage auf Schalke

Heldt: Kein Rücktritt trotz massiver Kritik

Horst Held
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Horst Held denkt nicht an einen Rücktritt.

Gelsenkirchen - Horst Heldt hat trotz anhaltender Kritik an seiner Person einen Rücktritt als Sportvorstand beim kriselnden Fußball-Bundesligisten Schalke 04 ausgeschlossen.

„Das kommt für mich nicht infrage. Denn Verantwortung übernehmen heißt, nicht wegzulaufen, wenn es kritisch wird“, sagte der 45-Jährige, der noch bis 2016 bei den Königsblauen unter Vertrag steht, der Sport Bild.

Unter anderem hatte Schalkes ehemaliger Trainer Peter Neururer den Schalke-Manager aufgefordert, seinen Posten aufzugeben. Schließlich sei es Heldt, „der einen Trainer nach dem anderen entlässt und Spieler verpflichtet, die plötzlich nicht das bringen, was man erwartet hat“.

Aber auch bei den Schalke-Fans ist Heldt in Ungnade gefallen. Die Anfeindungen der eigenen Anhänger haben bei dem früheren Profi Spuren hinterlassen: „Wenn das einen nicht belasten würde, dann wäre ich fehl am Platz“, sagte Heldt.

Vor dem Auswärtsspiel der Schalker am Samstag (15.30 Uhr/Sky) beim stark abstiegsgefährdeten Hamburger SV erwartet er einen Sieg von seiner Mannschaft als Anfang der angestrebten Wiedergutmachung mit den eigenen Fans. „Wir haben sehr leidenschaftliche Fans. Ihre Enttäuschung kann ich verstehen. Wir haben zunächst einmal ihre Herzen verloren. Es ist unsere Aufgabe, sie wieder zu gewinnen. Das geht nicht von heute auf morgen“, so der in der Kritik stehende Manager. Heldt hatte in der vergangenen Woche mit den Freistellungen der Großverdiener Kevin-Prince Boateng und Sidney Sam für einen Paukenschlag gesorgt. Außerdem war Marco Höger zwischenzeitlich vom Training suspendiert worden; dieser wurde inzwischen wieder begnadigt.

SID

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