Wildes Gerücht

Schweinsteiger zu Schalke? Was dafür und was dagegen spricht

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Bastian Schweinsteiger steht bei Manchester United vor dem Aus.

Hamm - Es macht das Gerücht die Runde, dass Bastian Schweinsteiger zu Schalke 04 wechseln könnte. Wir zeigen, was dafür und was dagegen spricht.

Auch wenn er das Wort so nicht benutzt. Ein neuer, aggressiver "Leader" soll noch her für den FC Schalke 04, wie Manager Christian Heidel schon einige Male betonte. Kaum heißt es, dass Bastian Schweinsteiger bei Manchester United und Jose Mourinho vor dem Aus steht, macht das Gerücht die Runde, der ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft wäre der geeignete Kandidat für die Königsblauen. Auch wenn die Quelle mit Transfermarkt.de nicht die seriöseste ist, wird über die Personalie diskutiert. Schweinsteiger und Schalke 04 - würde das überhaupt passen? Wir zeigen, was dafür und was dagegen spricht.

Das spricht für einen Wechsel von Schweinsteiger zu Schalke

- Allein mit seinen 120 Länderspielen bringt der langjährige "emotionale Leader" von Bundestrainer Joachim Löw eine Menge Erfahrung mit - und würde damit genau die Anforderungen von Heidel und Co. für die Sechser-Position erfüllen. Dass er eine Mannschaft führen kann, hat er mehrfach unter Beweis gestellt.

- Da er bei Jose Mourinho ganz oben auf der Streichliste steht, dürfte Schweinsteiger trotz seines bis 2018 laufenden Vertrages bei Manchester United verhältnismäßig günstig zu haben sein. Gut möglich, dass "The Special One" den Ex-Bayer für weniger als neun Millionen Euro ziehen lässt, für die er vor einem Jahr aus München ins Old Trafford wechselte.

- Ein Schweinsteiger in der Mannschaft würde - zumindest zu Beginn - wohl erst einmal den gesamten medialen Fokus auf sich ziehen. Eine Situation, mit der der 31-Jährige bestens vertraut ist. Das bringt gleichzeitig den Vorteil mit sich, dass er so den Druck von den jungen Spielern im Team nehmen würde.

Das spricht gegen einen Wechsel von Schweinsteiger zu Schalke

- Schweinsteiger, der am Montag seinen 32. Geburtstag feiert, ist verletzungsanfällig. Er brachte es in der vergangenen Saison auf gerade einmal 18 Premier-League-Einsätze. Nahezu die gesamte Rückrunde war er wegen eines Innenbandrisses im Knie außer Gefecht gesetzt, selbst zum EM-Start in Frankreich war er noch nicht bei 100 Prozent. Schon allein wegen der Dreifachbelastung scheint eine Verpflichtung des defensiven Mittelfeldspielers wenig Sinn zu ergeben.

- Selbst wenn die Ablöse gering ausfallen sollte: Der Jahreslohn dürfte umso höher sein und das Gehaltsgefüge bei Schalke 04 zu weit auseinanderreißen. 14 Millionen Euro soll er aktuell jährlich bei ManUnited verdienen - da müsste er schon gehörige Abstriche machen.

- Daraus hat er nie einen Hehl gemacht: Schweinsteiger ist Bayer durch und durch. Daher dürfte eine Verpflichtung bei den Schalker Anhängern nur schwer zu vermitteln sein. Auf der anderen Seite würde wohl auch der 31-Jährige nur schweren Herzens zu einem Liga-Konkurrenten seiner Bayern wechseln.

Kader und Rückennummern des FC Schalke in der Saison 2016/2017

- Eine Verpflichtung von Bastian Schweinsteiger wäre auf Schalke ein falsches Zeichen an die jungen Leistungsträger wie Johannes Geis oder Leon Goretzka. Klar, Konkurrenzkampf ist wichtig. Aber der Ex-Bayer würde sich wohl kaum dauerhaft auf die Bank setzen, sodass einer der Jungen immer den Kürzeren ziehen würde - was nicht dem Weg entspricht, den Schalke 04 gehen will.

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