Konoplyanka verpasst Vorentscheidung

Weinzierl: Hier müssen wir uns noch steigern

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Schalke 04 um Nabil Bentaleb (l.) fehlt es noch Aggressivität, sagt Trainer Markus Weinzierl.

Augsburg - Yevhen Konoplyanka verpasst beim FC Augsburg die Vorentscheidung zugunsten von Schalke 04. Doch das Remis ist nicht nur an dieser Szene festzumachen: Es fehlt an einer Grundtugend.

Yevhen Konoplyanka hatte die große Möglichkeit, vorzeitig für eine Entscheidung zu sorgen. Soeben war Klaas-Jan Huntelaar an Marwin Hitz gescheitert, da hatte plötzlich der Ukrainer nur noch den Keeper des FC Augsburg vor sich. Der Neuzugang von Schalke 04 entschied sich, den Ball entgegen der Laufrichtung des Schlussmanns zu platzieren. Hitz aber rettete per starker Fußabwehr. Statt zwei Minuten nach der Führung durch Nabil Bentaleb nachzulegen, kassieren die Königsblauen gut zehn Minuten später den Ausgleich durch Daniel Baier. So reiste Schalke mit einem 1:1 aus Augsburg ab.

„Wenn wir das 2:0 machen bei dieser riesigen Chance, der wohl besten im ganzen Spiel, geht hier nur einer als Sieger vom Platz“, sagte Sportvorstand Christian Heidel und lobte Hitz: „Den hat er gut gehalten. Konoplyanka hätte vielleicht ins rechte Eck schießen sollen, aber im Nachhinein ist man ja immer schlauer.“

Bilder von Schalkes Remis in Augsburg

Tatsächlich wäre es zu diesem Zeitpunkt wohl die Vorentscheidung zugunsten der Gäste gewesen. Doch der FCA steigerte sich noch einmal in der Offensive und kam zum nicht unverdienten Ausgleich. Die Tatsache, dass es für Schalke „nur“ für einen Punkt gereicht hatte, allein am Ukrainer festzumachen, wäre allerdings zu einfach. „Es ist kein individueller Fehler“, stellte Bentaleb klar: „Wenn wir etwas tun, tun wir es als Team. Wir haben alle an diesen Kleinigkeiten zu arbeiten, die uns mehr Punkte bringen.“

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Recht hatte er. Denn Schalke war es nicht gelungen, den Schwung aus den Siegen gegen Salzburg und Mönchengladbach mit nach Augsburg zu nehmen. „Das Selbstvertrauen ist noch nicht so da, wie wir uns das erhofft hatten“, räumte Ralf Fährmann ein. Vor allem fehlte es den Königsblauen hier und da noch am nötigen Biss. „Die Augsburger haben uns in der ersten Hälfte mir ihrer aggressiven Herangehensweise den Schneid abgekauft und uns nicht ins Spiel kommen lassen“, sagte Trainer Markus Weinzierl: „Das ist der Punkt, in dem wir uns steigern müssen. Um sich Vorteile zu erarbeiten, muss man sich wehren.“ Es wartet also nach wie vor noch Arbeit auf Weinzierl und seine Mannen.

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