Erster Sieg vor der Länderspielpause

Weinzierl ist vom Turnaround überzeugt

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Schalke-Coach Markus Weinzierl kann derzeit nur mit einer Rumpftruppe trainieren.

Gelsenkirchen - Wegen der Länderspielpause steht Markus Weinzierl nur eine kleine Gruppe zur Verfügung. Doch der Trainer von Schalke 04 sieht lieber die Vorteile. Trotz des holprigen Starts bleibt er gelassen.

Es war eine sehr kleine Runde, die sich am Freitag auf dem Trainingsplatz des FC Schalke 04 zusammengefunden hatte. Wenn nicht ein recht frischer Wind geweht hätte, hätte man auch sagen können, es ging recht kuschelig zu.

Mit nur zwölf Feldspielern und drei Keepern absolvierte der Rumpfkader unter Aufsicht von Cheftrainer Markus Weinzierl die Vormittagseinheit. Ein paar Koordinations- und Kraftübungen, danach eine Runde Fußball-Tennis. Am Spielfeldrand hatten sich gut 30 Fans eingefunden, die das Geschehen interessiert beobachteten.

Aufgrund der Länderspielpause ist es Weinzierl in diesen zwei Wochen weiterhin nicht möglich, die dringend benötigen Automatismen in der grundrenovierten Mannschaft einzuüben. „Wir stellen uns den Gegebenheiten“, sagt der 41-Jährige recht pragmatisch und sieht lieber die Vorteile: „Wir können ein wenig durchschnaufen und individuell arbeiten.“

Weinzierl will für Stabilität sorgen

Immens wichtig dürfte es für Mannschaft und Trainerstab gewesen sein, mit dem ersten Saisonsieg (4:0 über Borussia Mönchengladbach) in diese Pause gegangen zu sein. „Ich hoffe und denke, dass das der Turnaround war. Wir haben gewonnen, weil wir die bessere Mannschaft waren und nicht, weil wir die besseren Einzelspieler hatten. Zuvor hat das Spielglück nicht immer auf unserer Seite gestanden“, sagt Weinzierl: „Wir wollen unsere Mannschaft nun weiter entwickeln und vor allem für Stabilität sorgen.“

Schalke findet gegen Gladbach zurück in die Liga-Spur

Einer, der für diese Stabilität zuletzt gesorgt hatte, ist Leon Goretzka. Der 21-Jährige blieb dem Schalker Mannschaftstraining in dieser Woche wegen einer Oberschenkelzerrung fern, wird laut Weinzierl aber in der kommenden Woche wieder einsteigen: „Leon hat zuletzt viel dazu beigetragen, dass wir im Zentrum stabiler geworden sind, was unser großes Anliegen war.“

Keine Punktevorgaben auf Schalke

Der weiterhin große Abstand zu den anvisierten internationalen Plätzen sorgt noch nicht für Unruhe bei Weinzierl. „Wir denken einerseits zunächst einmal von Spiel zu Spiel. Andererseits wissen wir auch, dass es noch viele Punkte zu holen gibt. 55 Zähler haben zuletzt immer für den sechsten Platz gereicht, also ist noch alles machbar“, sagt der Coach. Bestimmte Punktevorgaben habe man nicht gemacht.

Auf das nächste Liga-Spiel bei seinem Ex-Klub FC Augsburg, den er im Sommer nach vier erfolgreichen Jahren verlassen hatte, freut sich Weinzierl nach eigener Aussage „sehr“: „Wir werden dort auf eine gewachsene Mannschaft treffen. Dirk Schuster (Anm. der Redaktion: Weinzierls Nachfolger auf der Augsburger Trainerbank) hat selbst gesagt, dass er nicht viel innerhalb des Teams verändert habe. Mein Vorteil ist, dass ich die Mannschaft gut kenne“, sagt Weinzierl und lächelt verschmitzt.

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