Kapitän hält Uefa auf Trab

Höwedes: Schalkes Hauptdarsteller und Antreiber

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Beim Schalker Sieg gegen Salzburg erwies sich Kapitän Benedikt Höwedes (M.) einmal mehr als Anführer auf dem Platz.

Gelsenkirchen - Der Sieg von Schalke 04 gegen RB Salzburg gibt den Königsblauen viel Selbstvertrauen. Die tragende Rolle dabei spielt Kapitän Benedikt Höwedes - aus mehreren Gründen.

Oscar Garcia, der spanische Trainer von RB Salzburg, eröffnete dem FC Schalke 04 am Donnerstagabend ganz neue Perspektiven. Der 43-jährige Katalane behauptete nach der 1:3 (0:1)-Niederlage seiner Mannschaft steif und fest: „Es war schwer gegen einen Gegner, der in unserer Liga jedes Jahr Meister wäre.“

Da spitzte so mancher Zuhörer die Ohren, schließlich warten die Knappen seit 1954 auf den Titelgewinn. Doch eine Umsiedlung ins Nachbarland ist natürlich keine ernst zu nehmende Option, mögen die Aussichten auch noch so rosig sein.

Zumal diese auch hierzulande seit Donnerstag wieder besser erscheinen. Der zweite Sieg im zweiten Spiel der Europa League bescherte den Schalkern nicht nur die allerbesten Aussichten auf den Einzug in die nächste Runde dieses Wettbewerbs, sondern auch ein gehöriges Maß an guter Laune und Selbstvertrauen. Einer, der dies am deutlichsten zur Schau trug, war Mannschaftskapitän Benedikt Höwedes.

Der 28-Jährige war an diesem Abend der Hauptdarsteller gewesen. Nicht nur, weil er erneut unermüdlich seine Mannschaft angetrieben hatte. Sondern auch, weil er die Statistiker der Uefa auf Trab gehalten hatte. Auf die Frage, ob er ein halbes, ein ganzes oder gar zwei Tore erzielt habe, lachte Höwedes und sagte: „Keins, oder?“

Höwedes: Ansonsten hätte ich mich geschämt

Tatsächlich wurde ihm am Ende ein Treffer zuerkannt, und zwar der zum 3:0 (48.). Zwar hatte Sekundenbruchteile zuvor bereits Naldos Kopfball die Torlinie überquert, doch hatte das Schiedsrichtergespann inklusive Torlinienrichter auf Weiterspielen entschieden, so dass schließlich Höwedes’ Abstauber-Tor gewertet wurde. Weniger Glück hatte der Schalker bei seiner Rechtsflanke aus 30 Metern, die von Duje Caleta-Car zum 2:0 abgefälscht und als Eigentor eingestuft worden war. Kein Problem für Höwedes, der sich für diesen Treffer ansonsten auch eher „geschämt“ hätte. (Der Ticker zum Nachlesen)

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Doch die Statistiken waren dem Kapitän eh recht schnuppe. „Wichtig ist, dass wir den Schwung ins Gladbach-Spiel mitnehmen“, sagte der 28-Jährige hinsichtlich der nächsten Aufgabe am Sonntag in der Veltins-Arena (17.30 Uhr). Dann wollen die Knappen auch endlich in der Liga punkten, nachdem sie zuvor sämtliche fünf Spiele verloren und einen neuen Negativ-Startrekord aufgestellt hatten.

Schalke zeigt Charakter

War es endlich der Schritt aus der Krise? „Das müssen Sie mich am Sonntag noch einmal fragen, dann wissen wir es. Aber es war zumindest ein Anfang“, sagte Schalkes Sportvorstand Christian Heidel, der das Team am Dienstag im Rahmen einer längeren Ansprache noch einmal „für die Situation sensibilisiert“ hatte. Offenbar erfolgreich, denn gegen Salzburg zeigte die Mannschaft all jene Tugenden, die der Manager eingefordert hatte. „Wir haben uns in die Partie reingebissen und Charakter gezeigt“, lobte auch Höwedes, zuletzt einer der Chefkritiker bei den Königsblauen.

Dennoch blieben die Schalker hinsichtlich des Spiels gegen Gladbach zurückhaltend, allen voran Christian Heidel: „Da gibt es keine zwei Meinungen. Mönchengladbach ist der Verein, der sich in den letzten Jahren am besten entwickelt hat. Sie haben eine brandgefährliche Mannschaft, eine richtig gute Personal-Politik gemacht. Sollte Raffael ausfallen, brauchen wir uns gar nicht freuen, denn dann haben sie andere, die eine unglaubliche Qualität haben. Nicht umsonst spielen sie Champions League, nicht umsonst haben die Barcelona vor große Schwierigkeiten gestellt“, warnte der Manager. Und Weinzierl ergänzte: „Gegen Gladbach brauchen wir unsere beste Leistung.“

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