Größerer Video-Würfel

Schalke stellt Neuzugang vor - Heidel bleibt bei Transfers cool

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In der Schalker Arena hängt nun ein größerer Video-Würfel.

Gelsenkirchen - Größer und schärfer: Der Video-Würfel in der Schalker Arena erreicht eine neue Dimension. Auch zu personellen Neuzugängen hat sich Manager Christian Heidel geäußert.

Bei dem Neuzugang, den Manager Christian Heidel am Donnerstag in der Schalker Arena präsentieren durfte, ging es mal nicht um Passquoten, Trefferstatistiken oder Medizin-Checks. Es ging eher um Pixelreihen, Quadratmeter und Stromverbrauch. Am Sonntag, beim Schalke-Tag, wird der Neue dann offiziell vorgestellt: Der hochmoderne Videowürfel in der Veltins-Arena, der der größte seiner Art in Europa ist.

Mit nunmehr 305 Quadratmetern hat sich die Gesamtfläche auf allen vier Seiten im Vergleich zum 15 Jahre alten Vorgänger mehr als verdoppelt, zudem glänzt der neue Super-Fernseher mit einem brillanten Bild. Schalkes neuer Sportvorstand Heidel zeigte sich bei der Vorstellung beeindruckt und witzelte: „Es ist mir ja fast schon peinlich, dass zu Ehren meines ersten Spiels in der Arena ein neuer Videowürfel aufgehängt worden ist.“ Am Sonntag wird Heidel beim Testspiel gegen den Athletic Bilbao seine Heimpremiere in der Arena bestreiten.

Welche Szenen und vor allem welche Spieler dort in Zukunft eingeblendet werden, ist für die Fans der Königsblauen derzeit wahrscheinlich spannender als irgendwelche technischen Details des gut eine Million teuren und 28 Tonnen schweren Gerätes, das innerhalb von neun Tagen installiert worden war. Bekanntermaßen ist Heidel weiterhin auf der Suche nach einer Offensiv- und einer Defensivkraft, will aber „keine Wasserstandsmeldungen“ abgeben. „Es werden noch Spieler kommen, aber ich lasse mich da nicht unter Druck setzen“, sagt der 53-Jährige.

Neuzugänge? Heidel bleibt cool

An Angeboten sollte es allerdings nicht mangeln: Nach dem Verkauf von Leroy Sané für über 50 Millionen Euro zu Manchester City dürften die Spielerberater in Gelsenkirchen Schlange stehen. Doch Heidel bleibt cool. Natürlich gebe es jetzt die so genannten „günstige Angebote“, wie Heidel es mit Augenzwinkern formuliert. „Günstig heißt dann: unter 35 Millionen. Die hätten wir vorher nicht angeboten bekommen“, sagt der Manager, der sich nicht verrückt machen lässt. „Wir orientieren uns weiter am Marktwert eines Spielers“, sagt Heidel.

Das sind die teuersten Neuzugänge der Vereinsgeschichte

Weitere Abgänge werde es laut Heidel „Stand heute“ nicht mehr geben. Auch der von einigen Vereinen umworbene Sead Kolasinac soll bleiben. „Es gab niemals den Gedanken, Kolasinac zu verkaufen“, sagt Heidel. „Momentan wird es auch keine Zustimmung für eine Wechsel geben. Wir halten Sead für einen überragenden Fußballer“, so Heidel.

Wahrscheinlicher scheint da tatsächlich der Abgang von Dennis Aogo. Den 29-jährigen Defensivspieler zieht es den Vernehmen nach ins Ausland. Wohl auch, weil er in Schalke nie so richtig ankam und seine Perspektiven für die kommende Saison angesichts der Neuzugänge überschaubar sind. An Aogo sollen der Premier-League-Klub FC Sunderland und der spanische Erstligist FC Villarreal interessiert sein.

Fest steht: Es hängt zwar ein neuer Würfel an der Stadiondecke, doch sind noch längst nicht alle Würfel gefallen auf Schalke.

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