Schalkes Manaer Heidel

"Wäre schlecht, wenn das das neue Schalke wäre"

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Schalkes Manager Christian Heidel sieht noch viel Arbeit auf den Klub zukommen.

Frankfurt - Das neue Schalke? Hoffentlich nicht, sagt Manager Christian Heidel nach der Auftaktniederlage bei der Eintracht. Dass Breel Embolo auf der Bank saß, sei für ihn normal.

Der Start in die neue Ära ist zunächst einmal mittglückt. Vom angekündigten neuen Schalke war bei der Auftaktniederlage gegen Eintracht Frankfurt war davon jedoch noch nichts gesehen. Daher sieht Manager Christian Heidel noch viel Arbeit.  

Christian Heidel, die Erwartungen waren vor dem Saisonstart sehr hoch und erhielten durch die 0:1-Niederlage bei Eintracht Frankfurt einen Dämpfer. War das etwa das neue Schalke 04? 

Christian Heidel: Es wäre schlecht, wenn das das neue Schalke ist. Insbesondere die schwache erste halbe Stunde hat uns auch überrascht, darüber sind wir enttäuscht. Und man erkennt daran, dass es auch nach Saisonbeginn noch viel Arbeit gibt.

Besonders was die Aggressivität der Spieler angeht.

Heidel: Da hat uns auch das defensive Verständnis gefehlt. Wir haben es nicht unterbunden, dass die Frankfurter Bälle aus dem Halbfeld reingechippt haben. Markus (Trainer Markus Weinzierl, Anm. d. Red.) hat genau das angesprochen: Druck auf den ballführenden Spieler ausüben. Da war gar kein Druck. Warum das so war, weiß ich nicht. Das war dann in der zweiten Halbzeit besser, aber keinesfalls überragend. Es gibt sehr vieles, was wir verbessern müssen.

Waren Sie überrascht, dass sich die Mannschaft nicht entschlossen gegen die Niederlage gewehrt hat?

Heidel: Ich habe schon ein Aufbäumen erkannt und hatte nicht den Eindruck, dass die Mannschaft das Spiel abschenkt. Ich bin mir auch sicher, dass sich das Spielverhältnis in der zweiten Halbzeit gedreht hat. Es ist offensiv aber nicht einfach gegen eine tiefstehende, gut organisierte Abwehr."

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Mit Breel Embolo saß der teuerste Neuzugang der Vereinsgeschichte zunächst nur auf der Bank. War das geplant?

Heidel: Das ist doch völlig normal, dass ein 19-Jähriger auch mal ein Spiel auf der Bank verbringt. Das habe ich schon direkt nach seiner Verpflichtung gesagt. Das hatte in Frankfurt taktische Gründe. Als er reinkam, hat er es gut gemacht. Das wird auch anderen Spielern so ergehen.

Nach der Länderspielpause geht es gegen Bayern München. Fürchten Sie einen Fehlstart mit zwei Niederlagen?

Heidel: Wenn ich das erwarten würde, hätte ich den falschen Job. Wir müssen uns nun auf die Bayern vorbereiten. Die Frage, wie man gegen die Bayern bestehen will, stellt sich jedem Team. Aber der Aufgabe müssen wir uns stellen.

aufgezeichnet in der Mixed Zone

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