Doppelpack gegen Mönchengladbach

Ohren zu und durch: Embolo lässt Kritiker mit Show verstummen

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Breel Embolo erzielte beim Schalke Sieg gegen Mönchengladbach seine ersten Bundesliga-Tore.

Gelsenkirchen - Breel Embolo bejubelt beim Sieg von Schalke 04 gegen Borussia Mönchengladbach seine ersten Bundesliga-Tore. Manager Christian Heidel nimmt ihn weiter in Schutz.

Nachdem Breel Embolo endlich sein erstes Bundesliga-Tor für den FC Schalke 04 erzielt hatte, rannte der Schweizer vor die Nordkurve – und hielt sich die Ohren zu. Er wollte nichts mehr hören von den Kritikern. „Alle haben zu viel geschrieben über diese Mannschaft, die sehr, sehr vier Potenzial hat“, erklärte der 19-Jährige nach dem 4:0 gegen Borussia Mönchengladbach. Seine Jubel-Tour ging danach noch weiter zu Zeugwart Enrico Heil: „Er hatte mir vor dem Spiel prophezeit, dass ich treffe. Und unsere Zeugwarte haben extra noch meine Stollen gewechselt, damit ich vor dem Tor nicht ausrutsche. Es hat geholfen.“

Embolo wollte seine eigene Rolle trotz seiner beiden Treffer nicht zu hoch hängen: „Wenn die Mannschaft funktioniert, funktioniert auch jeder einzelne Spieler.“ Unbestritten setzte Schalke mit diesem Erfolg gegen die Fohlen ein Ausrufezeichen. Dabei war es vor allem der junge Schweizer, der auftrumpfte. Nach Tagen, in denen der für 21 Millionen Euro verpflichtete Nationalspieler schon als Fehleinkauf abgestempelt worden war. „Ich habe das noch nie erlebt“, erklärte Embolo: „Die Mannschaft stand hinter mir, und der Trainer hat mir viel Vertrauen gegeben.“

Bester Schalker Zweikämpfer

Christian Heidel hatte ohnehin nie Zweifel am Schweizer. „In der Öffentlichkeit werden oft nur die Tore gezählt“, sagte der Sportvorstand: „Ich sehe, dass der Junge pro Spiel zwischen 30 und 35 Zweikämpfe führt. Wenn wir offensiv verteidigen wollen, ist der erste Verteidiger der Stürmer. Das macht Breel überragend.“ Tatsächlich erreichte der Schweizer auch gegen Gladbach mit 19 gewonnenen Zweikämpfen den Bestwert auf Seiten der Königsblauen.

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Dass er dabei für unermüdlichen Kampf steht, bewies er bei seinem Tor zum 4:0 (83.): Vorbei an Verteidiger Andreas Christensen und Keeper Yann Sommer, kam Embolo ins Straucheln. Doch er ließ sich nicht beirren, stand auf – und traf ins leere Tor. „Wenn man kämpft und alles gibt, dann hat man auch das nötige Glück auf seiner Seite“, so Coach Markus Weinzierl. Für Heidel ein Beweis mehr, dass der Offensivspieler „das Herz auf der richtigen Seite“, habe: „Das ist einer, der von seiner Spielweise her überragend zu Schalke 04 passt. Doch er wird weiterhin Bälle verstolpern, das ist sein gutes Recht mit 19 Jahren.“ Dass sich Embolo durch die Kritik von Außen ohnehin wenig beeinflussen lässt, demonstrierte er mit seinem Jubel: Er hört nichts. Er lässt Tatsachen sprechen.

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