TV Werne zeigt sich im Streit um die Ausländerregelung gesprächbereit – Wernes Basketball-Chfe Henke fordert Münsters Götz Rohdewald auf, Rufschäd ...

TV Werne zeigt sich gesprächsbereit

1230.07.10|Werne/Bergkamen/Herbern|1 KommentarFacebook
Artikel drucken|Artikel empfehlen|Schrift a / A

WERNE ▪ Mit einem offenen Brief an alle Vereine der 1. Regionalliga und an den Vizepräsidenten für den Spielbetrieb beim Westdeutschen Basketball-Verband (WBV), Lothar Drewniok aus Düren, nimmt der Vorstand der Basketballer des TV Werne zum Boykott-Aufruf, der von Götz Rohdewald, Trainer des Ligarivalen UBC Münster gegen den TV Werne initiiert wurde, Stellung.

Mit hartem Einsatz kämpfen derzeit der TV Werne und UBC Münster – und das nicht nur auf dem Spielfeld.

Mit hartem Einsatz kämpfen derzeit der TV Werne und UBC Münster – und das nicht nur auf dem Spielfeld.

Darin wird Götz Rohdewald aufgefordert, seinen Boykott-Aufruf öffentlich zurückzunehmen.

Rohdewald nahm als Anlass für seine Boykott-Drohung und die Bildung einer Solidar-Gemeinschaft die Aufhebung der Ausländerbeschränkung für die 1. Regionalliga, die der TV Werne mit einem Normenkontrollverfahren ausgelöst hat.

Bei einem Treffen, dass für Sonntagvormittag, 8. August, in Hagen geplant ist, soll ein möglicher Boykott von Heimspielen des TV Werne oder ein anderes Vorgehen besprochen werden.

An diesem Gespräch wird auch der TV Werne teilnehmen, wie gestern Jürgen Henke ankündigte – aber nicht als Angeklagter. Da sich Henke an diesem Tag selber im Urlaub befindet, wird stattdessen der sportliche Leiter Jens König und eventuell der zweite Vorsitzende Christoph Schade die Werner Sicht der Dinge erläutern.

„Der TV Werne wird sich selbstverständlich an einer Diskussion um eine sinnvolle und rechtmäßige Ausländerregelung beteiligen. Er sieht sich nach wie vor als Teil der Regionalliga-Gemeinschaft und lässt sich nicht von einem Herrn Rohdewald als Initiator ausgrenzen“, schreibt Jürgen Henke dazu seinem offenen Brief, und weiter: „Die Gesprächsbereitschaft setzt aber voraus, dass Herr Rohdewald zunächst den Boykottaufruf zurücknimmt und zwar in der Weise, wie er ihn derzeit öffentlich verbreitet, und die diffamierenden Äußerungen bezüglich des TV Werne zukünftig unterlässt.“

Befürworter des Solidarpaktes sind noch beim SVD Dortmund, BG Hagen, Iserlohn Panthers und FC Schalke und bei den AstroStars Bochum zu finden.

Jürgen Henke zitiert in dem offenen Brief die Vorwürfe Rohdewalds gegen den TV Werne („Fortsetzung der Spielchen, die der Club seit Jahren betreibt“, Interview vom 26.07.2010 auf http://www.echo-muenster.de) und unterstellt ihm das bewusste Verbreiten von Unwahrheiten: „Herrn Rohdewald ist positiv bekannt, dass es nicht der TV Werne war, der in der 2. Regionalliga gegen die seinerzeitige WBV-Ausländerbeschränkung durch ein Normenkontrollverfahren vorgegangen ist. Dies waren (...) die Basketballgemeinschaft Aachen-Grün-Weiß Vaalserquartier e.V., der SV Nike Aachen e.V. sowie die SG Aachen (...).“ Auch stellt der Jurist dar, er fragt auch offen – ob Götz Rohdewald eine private Meinung vertritt oder von seinem Verein UBC Münster gedeckt wird – dass „durch das vom TV Werne zeitnah initiierte Normenkontrollverfahren lediglich vor Beginn der eigentlichen Spielzeit Klarheit hinsichtlich eines möglichen Ausländereinsatzes geschaffen wurde. Dies diente ausschließlich der Klarheit und Rechtssicherheit.“

Henke weist zudem darauf hin, dass auch die BG Aachen in einer e-Mail am 2. Juni bereits erneut ein Überprüfung der verschärften Ausländerbegrenzung ankündigte, die am 30. Mai auf dem DBB-Bundestag für die Regionalligen beschlossen wurde. Henke weiter: „Nicht der TV Werne hat die Ausländerregelung ‚gekippt‘, sondern der DBB-Rechtsausschuss.“

Rohdewalds Boykottaufruf richte sich demnach auch gegen das rechtmäßige Vorgehen des DBB-Rechtsausschusses – neben dem TV Werne. „Gegen einen Verein, der sich rechtmäßig verhalten hat und verhält, stellt dies ein unsportliches, rufschädigendes und finanziell schädigendes Verhalten dar, das ein empfindlicherer Verein als der TV Werne sicherlich schon jetzt zum Anlass genommen hätte, dem Rufschädiger sein Verhalten durch einstweilige Verfügung untersagen zu lassen“, führt Jürgen Henke in dem vier Seiten umfassenen Brief weiter aus und ergänzt: „Um es auf den Punkt zu bringen: Herrn Rohdewald gefällt persönlich (oder auch für den UBC?) die Rechtsauffassung des obersten Rechtsorgans des DBB nicht; nach seiner Meinung gibt ihm dies nunmehr das Recht, den TV Werne zu diffamieren und zum Boykott aufzurufen.“

Der TV fordert dafür seinerseits „verbandsrechtlichen Konsequenzen“ gegen Rohdewald und streicht heraus: „Dem TV Werne geht es auch nicht darum, beliebig viele Amerikaner zu verpflichten, sondern ausschließlich darum, dass (...) Basketballspieler nicht ausschließlich aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit diskriminiert werden. ▪ fraz

zurück zur Übersicht: Werne/Bergkamen/Herbern

Schliessen

Artikel empfehlen!

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!

Kommentar schreiben

Community

Schreiben Sie zum Beitrag Ihre Meinung oder laden Sie Bilder und Videos zu ihrem Profil hoch. In unserer Community lernen sie sicher auch neue Freunde kennen.

Registrieren / Login

51.66537,7.63181

Gewinnen Sie 700 Euro in bar!

700 Euro für Platz eins, 500 bzw. 300 Euro für Platz zwei und drei - zudem Sachpreise und Gutscheine: Tippen Sie mit!

SpielElfmeter

Die Gelben gegen die Blauen: Einmal stehen Sie im Tor, einmal schießen Sie selbst. Wie treffsicher sind Sie?

LokalesNachrichtenSportLeserforumLebenServiceAnzeigenAbo

Artikel lizenziert durch © wa
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.wa.de