Moin, Moin an alle! In der vergangenen Trainingswoche haben wir viel getan -- und es tat so richtig gut! Ich weiß nicht, wie ich es umschreiben soll, aber Basketball ist eben wirklich nur Basketball, wenn es im 5 gegen 5 auf das ganze Feld gespielt werden kann.
Anders gesagt, es wird auch nicht Baseball mit drei Bases gespielt. Oder Tennis nur auf einer Seite des Netzes. Oder Schach ohne weiße Felder. Man spürt wieder die notwendige "Competition", auch dank der neuen Jungs. Dass Kassim Mbamba und Marc Lüttecke positiv verrückt sind und immer alles geben, das wussten wir. Aber auch Kwame Duku und Nik Syrrakos sind eine große Bereicherung für unser Team. Ja, jetzt werden einige wieder sagen, die haben doch kaum gepunktet im Testspiel gegen Haspe... aber wer das Spiel gesehen hat, weiß was ich meine. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die nicht in der Statistik auftauchen, die ein Team weiterbringen und entwickeln. Diese sind auch nicht in unserem Superscouting zu finden, das wir jedes Spiel in der Halbzeit und nach Spielende bekommen. Dort wird fast alles festgehalten: Wer hat wie viele Rebounds geholt, wer hat wie oft den Ball verloren, aus der Mitteldistanz verworfen, wer foult viel (das bin meistens ich) und noch viel, viel mehr (Ein Dank geht an dieser Stelle an Iris Brachhaus und Timo Frommann, die diese Saison ein hervorragendes Scouting-Team bilden). Aber ob jemand einen guten, harten Block stellt, beim Abpraller seinen Gegenspieler "ausboxt" (ihn daran hindert, in die Nähe des Balles zu kommen) oder den besten gegnerischen Spieler starkverteidigt und damit die Siegchance um ein Vielfaches erhöht, kann in den Zahlen nicht abgelesen werden. Und diese Kleinigkeiten haben uns dieses Jahr in der Breite gefehlt.
Fragt mal Dirk Nowitzki nach dem Stellenwert von Centerspieler Tyson Chandler in der Meistersaison. Er war zwar statistisch gesehen kein Überspieler, aber er war der General der Verteidigung der Mavericks. Heute sieht man, wie wichtig er war (die Mavericks haben erst fünf Siege aus zehn Spielen).
In Willich haben wir zu Saisonbeginn sehr unglücklich mit zwei Punkten verloren. Es gab viele Faktoren, die die Niederlage beeinflussten. Ein großer war, dass wir keinen nominellen Aufbauspieler mit an Bord hatten. Davon haben wir mit Danilo Smigic und Nik Syrrakos an diesem Wochenende gleich zwei. Und ich kann mich von diesem Job endlich (auch im Training) wieder verabschieden. Eher lerne ich Saxophon spielen, als den Point Guard zu mimen.
Wir sehen uns am Samstag in der Halle, gerne auch schon um 15 Uhr, wenn unsere Damen gegen Breckerfeld spielen, oder um 17 Uhr, wenn unsere zweite Mannschaft sich mit dem TV Gerthe misst. Ist ja eh noch keine Fußball-Bundesliga. Bis dahin, bleibt sportlich! - Jan König



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