GELSENKIRCHEN ▪ Einen Lieblingsverein in der Bundesliga oder im Ausland habe er nicht, sagt Ismail Atalan, der Trainer des Landesligisten Davaria Davensberg. Das könnte sich bald ändern. Gerade anderthalb Wochen dauert seine Hospitanz in Gelsenkirchen, da scheint er schon vom blau-weißen Virus infiziert zu sein.

Ismail Atalan.
Jedenfalls ist er kurz vor der Halbzeit seines vierwöchigen Praktikums begeistert von dem Traditionsklub. „Schalke 04 ist ein exzellenter Verein mit vielen sympathischen Leuten. Ich bin fast schon ein kleiner Fan geworden“, schwärmt der Sendener, der Ende des vergangenen Jahres die Trainer-A-Lizenz erworben hatte.
Atalan hat vier Wochen Urlaub genommen, um im Revier Erfahrungen zu sammeln. Täglich zwischen vier und sechs Stunden verbringt er auf Schalke. In diesen Tagen schaut er den Mitarbeitern der Scouting-Abteilung in die Notizbücher. „Mal sind wir unterwegs und beobachten Jugendspieler, wenn sie mit ihren Auswahlmannschaften spielen. Mal scouten wir den nächsten Gegner“, berichtet Atalan. Im Büro bekommt er auch Einblick in die S04-Datenbank.
In der ersten Woche seiner Hospitanz wurde der 31-Jährige in die Jugendarbeit eingebunden, vor allem in der Schalker U17. „Das war eine sehr, sehr interessante Woche“, bilanziert Atalan. Besonders eng arbeitete er mit B-Jugendcoach Tomasz Waldoch zusammen.
Am Donnerstag traf sich Atalan mit Bernhard Trares, dem Trainer der zweiten Schalker Mannschaft in der Regionalliga. Gemeinsam wollen sie die kommende Woche planen, die der lernwillige Gast bei der U23 verbringt. „Das ist sehr interessant, weil die ‘Zweite’ eng mit der ersten Mannschaft zusammenarbeitet“, freut sich Atalan auf weitere Erfahrungen. J red
Am Freitag nimmt Atalanmit seinen Davaren das Training wieder auf.
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