WERNE ▪ Der Riesenbeck-Triathlon ist traditionell der Saisonabschluss für die heimischen Triathleten und so machten sich zehn Aktive des TV Werne auf den Weg zum Torfmoorsee.

Trotz Regen und starkem Wind ließen sich die Athleten nicht entmutigen, auch wenn das Starterfeld wetterbedingt geschrumpft war. Aufgrund von Überflutungen im Münsterland konnte das Technische Hilfswerk, das für die Radstreckenabsicherung verantwortlich war, nur zum Teil mithelfen. 20 Riesenbecker Triathleten verzichteten daher auf ihren Start, um die Strecke abzusichern.Der eine Teil der Werner Athleten startete über die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 44 km Radfahren, 10 km Laufen), der andere Teil über die Volksdistanz (0,7/33/10).
Die Wassertemperatur des Torfmoorsees lag bei 20 Grad Celsius. Den Respekt ihrer Mitstreiter sicherten sich Benedikt Hielscher, Konnie Sartory und Bettina Rehbach-Sette, die ohne wie wärmende Neoprenhaut ins Wasser stiegen.
Nach dem Schwimmen quer durch den Torfmoorsee ging es auf die flache, aber windanfällige Radstrecke. Neben dem kräftigen Wind kam als weitere Herausforderung starker Regen auf der zweiten Radrunde dazu. Durchnässt ging es für die Werner Starter nach dem Radfahren dann in die meist trockenen Schuhe, wenn diese in der Wechselzone durch eine Folie geschützt wurden. Die Laufstrecke führte zweimal rund um den Torfmoorsee.
Schlüsselstelle und Besonderheit in Riesenbeck ist der Wendepunkt an der Laufstrecke bei Kilometer eins und fünf, wo sich die Läufer auf einer Länge von 1,5 Kilometern sehen und beäugen können, wer noch fit oder am Limit ist.
Packende und spannende Duelle zwischen den TV-Aktiven gab es dann im Wettkampf zu verfolgen.
Dahinter trafen sich gleich die vier TV-Wasserfreunde Benedikt Hielscher, Ralf Koch, Sebastian Nieberg und Bernd Pulkus in der ersten Wechselzone nach dem Schwimmen, die fast zeitgleich auf die Radstrecke gingen.
Beim Laufen hatte weiterhin Hörsken die Nase vorn, knapp verfolgt von Sebastian Nieberg. Am ersten Wendepunkt rafen die beiden Athleten aufeinander, mit einem Abstand von einer Minute.
Beide schlugen ein aggressives Lauftempo an, peischten sich damit an und blieben deutlich unter 40 Minuten auf zehn Kilometern. Zum besten Werner in Riesenbeck krönte sich Michael Hörsken dann mit ein starken Leistung und einer Zeit von 2:19 Stunden auf Gesamtplatz zwölf (3. M30).
Knapp eine Minute später kam Sebastian Nieberg als 14. (2. männliche Hauptklasse) ins Ziel. Wie dynamisch ein Triathlon sein, kann zeigten Pulkus und Koch, die einen dreifachen Führungswechsel während der drei Disziplinen hatten, den am Ende Ralf Koch als 50. (11 M45) mit einer Zeit von 2:34 Stunden für sich entschied. Hauchdünn mit lediglich einer halben Minute Abstand kam Bernd Pulkus als 52. (10. M40) ins Ziel.
Benedikt Hielscher meisterte sein Debüt auf der Olympischen Distanz als 84. mit Bravour, Biss sich mit Schwierigkeiten beim Laufen durch und kam nach 2:43 Stunden ins Ziel. Kerstin Obrikat, die einzige TV-Wasserfreundin die sich auf die längere Strecke wagte, finishte nach 3:01 Stunden und verbesserte sich um über drei Minuten im Vergleich zum Vorjahr.
Auf die Ausbeute mit sechs Treppchenplätzen in der Altersklassenwertung dürfen die heimischen Triathleten stolz sein. Hier sicherten sich die Wasserfreunde in ihrer Altersklasse dreimal Platz zwei (Kebbedies, Rehbach-Sette und Nieberg) und dreimal Platz drei (Obrikat, Sartory und Hörsken).
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