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Basketball-Kolumne TV Werne: Achtet auf Eure "Work-Life-Balance"

Achtet auf Eure "Work-Life-Balance"

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Helau zusammen, basketballfreies Wochenende, basketballfreie Kolumne. Ich hoffe, ihr hattet eine gute Karnevalszeit. Meine Freunde haben sich mal wieder selbst in ihren Kostümen übertroffen.

Von Jan König

Als Legomännchen, Gorilla oder Power Ranger liefen sie in Werne, Köln und Düsseldorf durch die Gegend. Ich selber bin nicht so der Jeck und lag am Rosenmontag auch mit einer Erkältung im Bett (was mich natürlich nicht davon abhielt, bereits am Donnerstag Altweiber zu feiern). Aber die Geschichten die man so mitkriegt über Facebook, WhatsApp und Co., die sind natürlich einzigartig. Und: Nein, die werde ich öffentlich nicht preisgeben :-)

Jan König, 23, berichtet ab sofort als "Krankheitsvertretung" des Österreichers Gunther Zajic jeden Donnerstag über seine Erlebnisse beim Basketball-Regionalligisten TV Werne. König ist TV-Urgestein, Mitarbeiter einer Düsseldorfer Medienagentur und wohnt mit Freundin Sarah in Essen

Ein anderes Thema, über das ich viel nachgedacht habe am Wochenende ist: Erwartung. Jeder Mensch hat Erwartungen an sich selber. Andere Menschen haben Erwartungen an dich. Ich erwarte von mir, dass ich einen guten Job in meiner Agentur mache. Das erwartet auch mein Arbeitgeber und hat das vertraglich fixiert. Ich bin darauf angewiesen und muss diese Erwartung erfüllen, ansonsten verlier ich meinen Job. Stehe ich deswegen unter Druck? Definitiv. No Money, no honey - sagt der Amerikaner. Aber muss ich mir deswegen tagtäglich den Kopf zerbrechen?

Ich erwarte von mir selber, dass ich eine gute Saison spiele und mein Team nicht absteigt. Das erwarten auch alle Zuschauer, die in die Halle kommen. Besonders meine Familie, Freunde und Freundin. Sogar die Werner Medien. Stehe ich unter Druck? Schon, aber der muss im Spiel ausgeblendet werden, ansonsten verkrampft man. Manchmal klappt das nicht und das wird einem dann erst nach dem Spiel bewusst. Wenn man allerdings mit etwas Abstand mit Basketballern und Bekannten über die Situation redet, ist das Resultat eigentlich meistens "egal, nächstes mal besser machen".

Ich will am liebsten jeden Tag mit meinen Freunden, Familie und meiner Freundin verbringen. Am besten mit allen gleichzeitig. Die erwarten das schließlich auch von mir. Daher fahre ich tausende von Kilometer jeden Monat durch NRW . Und das tu ich gerne, denn nur so finde ich einen Ausgleich zu Job und Sport. Echte Freunde wissen auch, dass man sie schätzt, auch wenn man mal einen Termin absagen muss. Genau diese Personen sind das wichtigste im Leben. Sie geben Halt und hören zu. Was ich sagen will: Manchmal ist weniger mehr. Ich habe für mich entschieden, mich von allen extrinsischen Einflüssen nicht mehr unter Druck zu setzen. Da wären wir gleich beim Thema Burn-Out. Google findet mir fast 66 Mio. Treffer zu dem Thema und die Amerikaner kennen diesen Ausdruck nichtmal, obwohl er aus ihrer Sprache stammt. Jedes hochwertige Magazin hatte das Thema schon auf dem Cover: Spiegel, Stern, Focus. Es ist eine anerkannte Krankheit geworden. Im Gedächtnis bleibt der Fall Robert Enke. Zu viel Druck schadet nicht nur der Leistung, sondern auch dem Menschen selber.

Von daher, achtet darauf, dass ihr in eurem Leben eine gute "Work-Life-Balance" (ich liebe diesen Ausdruck) findet und die schönen Momente die stressigen und unangenehmen verdrängen. Das wichtigste ist, dass man selber mit seiner Situation glücklich ist.

Bleibt sportlich

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