WERL ▪ Die magische schwarz-gelbe Nacht von 2004 hat eine Wiederholung gefunden. Der Lokalmatador und Gastgeber SV Hilbeck feierte Sonntagabend in der Werler Dreifachhalle zum zweiten Mal den Gesamtsieg beim Warsteiner Masters und strich damit die Siegprämie von 3000 Euro ein.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Von Jörg Beuning
Der Jubel auf der Tribüne wie auf dem Hallenparkett kannte keine Grenzen mehr, als ein letztes Mal die Schlusssirene ertönte und von den stimmungsvollen Siegesgesängen der Fans und Spieler übertönt wurde. Matchwinner in einem spannenden Finale gegen den Bezirksligisten VfL Kamen wurde Kapitän Marcel Renninghoff, der das Goldene Tor beim 1:0-Finalsieg erzielte.
Dabei hatten die Hilbecker bereits das zweite Spiel des Tages gegen den Titelverteidiger RW Mastholte sang- und klanglos mit 1:3 verloren. Doch von da an war der Siegeszug der Mannen von Trainer Alf Dambrowsky nicht mehr zu stoppen. Auf dem Weg ins Finale räumten die Hilbecker alle Favoriten aus dem Weg. NRW-Ligist Westfalia Rhynern musste den größeren Siegeswillen der Hilbecker anerkennen, der SV Lippstadt 08 wurde vom SVH niedergekämpft, der Titelverteidiger RW Mastholte fand kein Mittel mehr gegen die robuste Hilbecker Mannschaft und im Finale wurde dann der VfL Kamen mit 1:0 geschlagen.
Es war ein spannendes Finale, das zunächst vom bis dato ungeschlagenen VfL Kamen dominiert wurde. Erst gute Chancen verfehlten knapp das Hilbecker Gehäuse. Über den Kampf fand der SVH in dieses Finale und zeigte sich einmal mehr vor dem Tor eiskalt. Quasi mit der ersten echte Chance fiel das 1:0 für Hilbeck. Kapitän Marcel Renninghoff hatte sich vor das Tor geschlichen, wartete auf die Hereingabe von Steffen Eschmann und drückte das Leder zehn Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit über die Linie.
Diese gute Ausgangsposition ließen sich die Hilbecker in der zweiten Halbzeit nicht mehr nehmen. Mit sehr viel Leidenschaft verteidigten sie den Vorsprung, immer mit dem großen Ziel „Masters-Sieg“ vor Augen. Selbst eine Zeitstrafe überstanden sie, indem die Spieler alles aus sich herausholten, immer wieder angefeuert von einigen schwarz-gelben Fans. auf der Tribüne. Immer wieder rollten die Kamener Angriffe auf das Hilbecker Tor, die letzten Sekunden wurden vor Spannung gar nicht heruntergezählt von den Zuschauern, ehe die schwarz-gelbe Party ihren Lauf nahm.
Auch abgesehen vom Hilbecker Gesamtsieg spielten die Teams aus dem Kreis wieder eine richtig gute Rolle bei ihrem „Heimturnier“. SG Oestinghausen kam auf den fünften Platz, schlug auf dem Weg dahin immerhin auch NRW-Ligist Westfalia Rhynern. SV Welver reihte sich auf dem sechsten Platz gleich dahinter ein. Ebenfalls ein großer Erfolg für den Bezirksligisten, der sich erst über die Lucky-Loser-Runde qualifiziert hatte.
Ebenso der A-Ligist SC Sönnern. Am Samstag qualifiziert, tobte die Dreifachhalle bei den Auftritten der „Türken“. Es blieb am Sonntag bei einem Sieg gegen Gurbetspor Bergkamen, was alleine von der Spannung her zu den Topspielen des Tages gehörte. Die Sönneraner wurden am Ende Zehnter und in der A-Liga-Wertung holten sie sich den zweiten Platz ab. Die SpVg Möhnesee durfte sich über Platz zwei bei den B-Ligisten freuen, der SV Lüttringen über den dritten Platz in der C-Liga.
Wie immer wurden auch die Topspieler der Endrunde geehrt. Beste Torschützen wurde zwei Akteure: Steffen Eschmann und Leon Schmitz vom Gesamtsieger trafen sechsmal. Christopher Sander hat eine Abonnement auf den Titel des besten Torhüters. Bester Spieler wurde Tutku Tekkanat (Kamen).
Rubriklistenbild: © Peter Dahm
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