WELVER - Am Ende hatte dann doch der Favorit die Nase vorne. NRW-Ligist Westfalia Rhynern löste durch einen 4:1-Finalsieg gegen den SV Welver das Direkt- Ticket zur Endrunde in zwei Wochen in Werl. Für den SVW bleibt wie für den Dritten der Halle Welver, die TuS Wickede, die zweite Chance.

Sie spielen in der Lucky-Loser-Runde am Samstag, 28. Januar, in Werl. In der Welveraner Zweifachhalle waren sich alle einig: Bezirksligist SV Welver hatte über zwei Tage den besten Hallenfußball gezeigt. Angeführt von einem überragenden Andreas Neumann spielten die Welveraner die Konkurrenz scheinbar mühelos in Grund und Boden. Auch im Hauptrundenfinale gegen Westfalia Rhynern dominierte die Mannschaft von Trainer Frank Joubert, schickten den Favoriten in die Trostrunde. Rhynern tat sich sichtlich schwer, von spielerischem Glanz der Vorjahre war wenig zu sehen. Doch dann kam das Finale: Erneut traf der SV Welver auf Westfalia Rhynern. Und die meisten Wetten auf der Tribüne gingen auf den SV Welver. Doch diesmal drehte Rhynern den Spieß um, wirkte viel engagierter und konzentrierter, während Welver bislang ungeahnte Fehler machte. Zum falschen Zeitpunkt, denn laut Modus kann eine Niederlage im Finale nicht mehr korrigiert werden.
Dabei begann alles zunächst wie gehabt. Welver setzte Rhynern unter Druck und führte nach kurzer Zeit mit 1:0 durch Heinrich Joubert. Doch fast postwendend köpfte Sascha Grasteit für Rhynern das 1:1. Damit ging es zum Seitenwechsel. Danach verlor Welver erstmals den Faden und Rhynern nutzte dies eiskalt aus. A-Junior Lennard Kleine traf zum 2:1, kurz darauf traf Sascha Grasteit zum zweiten Mal per Kopf. Diesen 3:1-Vorsprung verwaltete der NRW-Ligist jetzt, traf in der Schlussminute sogar noch zum 4:1 durch Wurst.
Entsprechend stand die Enttäuschung den Welveraner Spielern ins Gesicht geschrieben, wobei mit dieser Leistung der Sprung über die Lucky- Loser-Runde in die Endrunde dem Team zuzutrauen ist. Auch die TuS Wickede darf noch auf die Endrunde hoffen. Die von Co-Trainer Bastian Rubarth betreuten Wickeder zeigten zwar schwankende Leistungen, waren aber zum richtigen Zeitpunkt immer hoch konzentriert. Dass gegen Rhynern im Spiel um Platz drei das Aus kam, war zu diesem Zeitpunkt dann keine Überraschung mehr. Dabei hatten die Wickeder noch am Vortag den NRW-Ligisten geschlagen. 3:2 hieß es durch einen Treffer von Marcel Sixt, der in der Schlusssekunde eine Bogenlampe aus dem eigenen Kreis in die Rhyneraner Maschen setzte.
Zum Vergessen war der Auftritt des Gastgebers am Samstag. Der SuS Scheidingen verabschiedete sich ohne Sieg als Tabellensiebter frühzeitig aus dem Turnier. Besser machten dies der SV Lüttringen, der als C-Ligist noch in der Quali-Runde gute Ergebnisse erzielte. Wie in den Vorjahren mit einer guten Hallenmannschaft präsentierte sich der SV Eilmsen. Als Gruppensieger der Quali- Runde zogen sie sogar in die Zwischenrunde ein, wo dann aber die starken Teams eine Nummer zu groß waren. Die Quali-Runde war das Aus für den TuS Schwefe. Alleine durch die lautstarken Fans hätten sicherlich viele den Schwefern ein Weiterkommen gegönnt.
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