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Wöhrmann und Schäffkes siegen in der Geithe

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HAMM ▪ Die Verantwortlichen hatten bereits mit den Abbauarbeiten begonnen, der 3. Ferrosa-Stahl-Cup, ein Ranglistenturnier des Deutschen Tennisbundes, war beendet, doch es tummelten sich immer noch einige Teilnehmer auf dem Gelände des TC Geithe.

Hans-Dieter Reinert (rechts), Vorsitzender des TC Geithe, überreicht dem Sieger der Herren 40+, Jens Wöhrmann (links), seinen Pokal. ▪

© pr

Hans-Dieter Reinert (rechts), Vorsitzender des TC Geithe, überreicht dem Sieger der Herren 40+, Jens Wöhrmann (links), seinen Pokal. ▪

Wie Christian Schäffkes vom TC Raadt, der zum Seriensieger avanciert ist und den Wettbewerb in der Altersklasse 30+ zum dritten Mal in Folge für sich entschied. Er setzte sich im Finale gegen Raphael Özelli (TC BW Neuss) knapp mit 7:5 und 6:4 durch. Der Zweitplatzierte gestand ein, dass sein Kontrahent „einfach eine halbe Klasse besser war“. Bei den Herren 40+ siegte der in Hamm wohnende Ex-Davis-Cup-Akteur Jens Wöhrmann. Nach einer 7:6-Führung im ersten Satz gab sein Gegner Sander Groen (TC Kempten) wegen einer Leistenverletzung auf.

Auch Andreas Thivessen von der TG Westfalia Dortmund hatte die Heimfahrt noch nicht angetreten, obwohl das Turnier für ihn im Halbfinale beendet war – nachdem er den ersten Satz mit 0:6 gegen Schäffkes unterlegen war, folgte nach einem 0:2 die verletzungsbedingte Aufgabe. Er wechselte hinterher noch einige Bälle mit für ihn bis dato fremden Kindern. „Das ist das Schöne hier – diese familiäre Atmosphäre“, freute sich TC-Pressewart Heiko Meyer über die durchweg gelungene Veranstaltung. Ebenso wie der Vorsitzende und Turnier-Initiator Hans-Dieter Reinert, der „mit seiner Firma als Sponsor dafür sorgt, dass dem Verein keine Kosten entstehen, nur Arbeit“, lächelte Meyer. Und Reinert versprach schon jetzt: „Wir wollen das noch einmal machen.“ Die Verantwortlichen freuten sich dabei besonders darüber, „dass es uns zum dritten Mal in Folge gelungen ist, das Starterfeld qualitativ zu verbessern“, sagte Meyer. Eine Steigerung sei jedoch noch möglich: „Christian Schäffkes hat uns gesagt, dass er im nächsten Jahr nicht alleine kommt, sondern zusieht, dass er noch einige Mannschaftkollegen fragt und mitbringt.“

Bei den Halbfinals in der Altersklasse 30+ „hatten wir ein bisschen Pech“, kommentierte der Pressewart. Die Begegnungen waren zwar nahezu zeitgleich beendet, allerdings aufgrund verletzungsbedingter Aufgaben von Thivessen (gegen Schäffkes) und Mark Joachim (gegen Özelli).

Joachim war übrigens leicht lädiert in das Semifinale gegangen. Der 38-Jährige stieg am Samstag in ein Flugzeug, um am Folgetag für seinen Verein, dem Zweitligisten TC Kaiserwerth, in Stuttgart ein Meisterschaftsspiel zu bestreiten. „Da hat er sich dann leicht verletzt“, berichtete der Pressewart. Daher hat er sich auch vor der Partie gegen Özelli von einer Physiotherapeutin behandeln lassen. „Er hatte aber auch einen sichtbar dicken Knöchel“, hatte Meyer Verständnis für die Aufgabe.

Dass die Akteure extra für das Turnier in der Geithe an- und – wie im Falle Joachims – extra wieder zurückreisen, „ist für uns als Verein natürlich ein schönes Zeichen“, freute sich der Pressewart. „Schließlich geht es ja nicht nur um Geld, sondern auch um Ranglisten-Punkte.“ Und in den Altersklassen 30+ und 40+ „gibt es nur noch die Weltmeisterschaften, wo man mehr Zähler bekommen kann“, erläuterte Meyer. Bei einer WM handelt es sich um die Kategorie T0, während der Ferrosa-Stahl-Cup mit T2 eingestuft ist.

Die Verantwortlichen bedauerten jedoch die Absage Hendrik Dreekmanns, der versprochen hatte, trotzdem auf der Anlage des TC Geithe vorbeizuschauen. „Er war nicht hier. Warum, wissen wir nicht“, war Meyer ein wenig enttäuscht. Dennoch hofft er, dass der ehemalige Davis-Cup-Spieler im kommenden Jahr mit von der Partie ist. Und dann natürlich wieder auf dem Platz steht. ▪ mg

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