Herr Kleine, fallen wir gleich mal mit der Tür ins Haus. Der WA-Sportredaktion ist zu Ohren gekommen, dass im Hammer Süden über eine Verschmelzung zwischen dem SV Westfalia Rhynern und dem Hammer SC nachgedacht wird. Was ist dran an dieser Geschichte?
© WiemerArnulf Kleine: „Ich hoffe, dass mit dem Hammer SC noch weitere Gespräche stattfinden.“Arnulf Kleine: Erst einmal bin ich überrascht, dass diese Informationen nach außen gedrungen sind. Wir hatten nach den Gesprächen zwischen den Vorstandsmitgliedern beider Vereine Stillschweigen vereinbart. Damit habe ich dann schon bestätigt, dass es diese Unterredung tatsächlich gegeben hat. Wir beim SV Westfalia können und wollen uns dem Gedanken nicht verschließen, über einen Großverein im Stadtbereich Hamm-Süd/Rhynern nachzudenken. Wir hatten uns schon 2008, als der SC Westtünnen und der TSV Berge zum HSC fusioniert sind, an den Gesprächen beteiligt, aber damals ist das dann früh gescheitert. Wir wollen nun erst einmal die Vorstellung des Sportentwicklungsplans mit den erarbeiteten Vorschlägen abwarten, um gegebenenfalls weitere Gespräche zu führen. Hier warten wir jetzt auf ein Signal vom Vorstand des HSC. Der Verein Westfalia Rhynern steht auf sicheren und gesunden Füßen mit verlässlichen ehrenamtlich Tätigen in den einzelnen Abteilungen und auf Vorstandsebene, eine Fusion ist nicht zwingend erforderlich.
Was ist denn für einen Verein wie den SV Westfalia Rhynern so reizvoll an einem Anschluss an einen Großverein wie es der Hammer SC 08 ist?

Kleine: Der HSC ist ein mitgliedsstarker Klub mit einer professionellen Vereinsführung, mit einer hauptamtlichten Geschäftsführung und vielen festangestellten Mitarbeitern. Daher verfügt der Verein über ein Know-How in Sachen Mitgliederführung, das nicht zu unterschätzen ist. Zudem ist die Bandbreite, die der HSC im Breitensport anbietet, sehr groß.
Was ist denn dann das Problem, dass die Verschmelzung noch nicht erfolgt ist?

Kleine: In der Satzung des HSC wird bezahlter Sport ausgeschlossen, wie auch immer bezahlter Sport definiert wird. Daher müsste es zum Beispiel die Möglichkeit geben, Teile der Fußball-Abteilung als eigenständige GmbH auszulagern. So wie es der ASV mit den Zweitliga-Handballern gemacht hat. Ich hoffe, dass diesbezüglich noch Gespräche stattfinden.
Und wie soll der Verein dann heißen? Würde der Name SV Westfalia Rhynern dann komplett wegfallen?
Kleine: Darüber haben wir uns noch keine Gedanken gemacht.
Lesen Sie das ganze Interview - auch zur aktuellen sportlichen Situation bei Westfalia - in der Dienstagsausgbe des WA!
















