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Warum zwei Welveraner Marathon in Hamm starten

Warum zwei Welveraner beim Marathon in Hamm starten

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HAMM ▪ Auf dem Gelände des Ausbildungszentrum der Bauindustrie an der Bromberger Straße in Hamm wird am Samstag um 18 Uhr ein Marathonlauf gestartet. Marion Fladda und Frank Pachura aus Welver, die diese Veranstaltung organisiert haben, werden mit insgesamt 56 Hobby-Läufern auf die Strecke gehen.

Marion Fladda und Frank Pachura laden am Samstag zum Marathon nach Hamm ein.

Und sie wollen dabei mit ihren Freunden nur eins haben: über 42,195 Kilometer einfach nur viel Spaß.

„Natürlich wird auch der eine oder andere dabei sein, der am Ende gerne gewinnen möchte“, erklärt Pachura. „Aber den meisten Teilnehmern geht es nur darum, Marathonläufe zu sammeln.“ 37 Mal ist der 48-jährige Pachura bereits diese Distanz gelaufen, allein 14 Marathons absolvierte er im vergangenen Jahr. Dabei entdeckte er selbst seine Liebe zum Ausdauersport erst vor elf Jahren. Eigentlich war er Judoka beim JC Welver, brachte es dort sogar bis zum Schwarzen Gürtel. „Wegen Rückenproblemen musste ich die Judo-Laufbahn leider beenden. Ein Arzt hat mir zur Therapie damals das Laufen empfohlen. Und ich muss sagen, es hat sogar geholfen.“ Heute ist Pachura beschwerdefrei, wagt sich seit vielen Jahren an immer längere Distanzen. „Sogar einen 100-km-Lauf habe ich schon absolviert. Aber mit Pausen, in denen man sogar ein Steak isst“, erzählt Pachura. „Nach 17 Stunden war ich im Ziel.“ 3:38 Stunden ist seine aktuelle Marathon-Bestzeit. Doch auf die Uhr guckt er gewöhnlich nicht. „Andere müssen sich auf so einen Wettbewerb gezielt einstellen. Meine Lebensgefährtin und ich sind inzwischen in der Lage, einen Marathon quasi aus dem Stand heraus ohne Vorbereitung anzugehen“, berichtet der Welveraner, der fast täglich mit Marion Fladda (28 Jahre) laufend unterwegs ist.

Sein Debüt bei einem Wettbewerb gab er übrigens schon als Judoka beim Silvesterlauf von Werl nach Soest. Seinen ersten Marathon bestritt er vor zehn Jahren in Köln. Inzwischen legt er jeden Monat mindestens einmal diese Traditionsstrecke zurück. Oft bei kleineren, privat organisierten Veranstaltungen, wo sich Gleichgesinnte treffen, denen es nur ums Ankommen geht. „Das ist einfach familiärer“, betont der 48-Jährige. „Da wird einfach eine Strecke abgesteckt, und die Leute werden aus dem Kofferraum eines Autos verpflegt.“

Quasi als Dankeschön an die vielen Leute, die sich als Veranstalter bemühten, haben sich auch Marion Fladda und Frank Pachura zu den Gastgebern gesellt. Im Sommer haben sie erstmals zu einem Marathon an den Möhnesee eingeladen. „Dort waren 27 Leute. Das hat schon richtig Spaß gemacht.“ Die Veranstaltung in Hamm wird eine Nummer größer sein. Über sein Internetportal „laufen-in-dortmund.de“ hat der gebürtige Dortmunder auf das Gelände des Ausbildungszentrum der Bauindustrie in Hamm eingeladen. „Mein Chef war von meiner Idee sofort begeistert und hat mir deshalb seine Unterstützung zugesagt“, berichtet Pachura. Mit 56 Teilnehmern war das Starterfeld sehr schnell komplett. „Mehr geht einfach nicht“, erklärt der Welveraner, der allein mit Marion Fladda die Vorbereitungen trifft. „Am Samstag helfen uns sechs Leute aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, am Sonntag werden auch einige Läufer noch beim Aufräumen dabei sein“, freut sich Pachura über die Unterstützung.

Obwohl es sich um einen reinen Hobbylauf handelt, werden die Rahmenbedingungen optimal sein. „Die Strecke ist mit einem Baumesswagen auf den Millimeter genau vermessen worden. Eine Runde beträgt genau 1006 Meter“, erzählt Pachura. Der Marathon wird auf Grund der vielen Kurven und Wendepunkte sehr kraftraubend sein. Dabei geht es nicht nur über das Außengelände des Ausbildungszentrum, sondern auch durch die neue Straßenbauhalle. Dort werden auch für jeden Läufer die einzelnen Runden mit der Hand gezählt, obwohl Pachura erstmals auch eine automatische Zeitmessung zur Verfügung stehen wird. Da der Start bei Anbruch der Dunkelheit erfolgt, wird die Strecke auch gut ausgeleuchtet sein. „Die ersten werden nach etwa drei Stunden im Ziel sein, einige Debütanten aber mehr als fünf Stunden benötigen“, richten sich Fladda und Pachura auf eine Mitternachtsveranstaltung ein. Zum Abschluss wird auch noch gegrillt. Schließlich geht es allen doch nur um den Spaß. ▪ P. Sch.

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