HAMM ▪ Die Fans hatten sich mit frisch verteilten Vereinstrikots herausgeputzt, die Freiherr-vom-Stein-Halle war mit beinahe 500 Zuschauern überdurchschnittlich gut besucht: Nach dem Hammer Überraschungssieg beim Oberliga-Zweiten HSG Augustdorf hatten viele ASV-Sympathisanten auf ein ähnlich spannendes Handballspiel gegen den VfL Gladbeck gehofft.

© Wiemer
Dainius Skarbalius war gegen Gladbeck lange Zeit der Alleinunterhalter im Angriff der ASV-Reserve. ▪
Doch das Treffen gegen den in der Hinrunde noch unterlegenen Tabellenführer entwickelte sich zu einer einseitigen Angelegenheit für den Gast, der den klaren 22:35 (10:20)-Auswärtserfolg in Hamm ausgiebig auf dem Feld feierte.
Ein verdienter VfL-Sieg, an dessen Berechtigung es keinerlei Zweifel gab. Denn in allen Belangen präsentierte sich der Spitzenreiter als das bessere, angriffsstärkere und auch engagiertere Team, was nicht nur ASV-Trainer Rob de Pijper neidlos anerkannte: „Gegen einen Tabellenführer darf man natürlich verlieren. Doch nicht so, wie es uns passiert ist. Wir haben von Anfang an verkrampft gespielt und sind einfach viel zu ängstlich in die Deckungslücken des VfL gegangen“, bemerkte der Hammer Coach.
Gladbecks Trainer Holger Krimphove freute sich indes über den Sieg beim vermeintlichen Angstgegner: „Wir haben das Spiel in der Deckung gewonnen. Immer wieder konnten wir Hamm zu Würfen verleiten, die zur sicheren Beute unserer Hintermannschaft wurden. Insgesamt hatten wir uns die Sache weitaus schwieriger vorgestellt“, so Krimphove.
Zwar bäumten sich die Gastgeber nun auf und erzielten durch Dainius Skarbalius, Mathias Geukes und Tobias Lodenkemper acht schnelle Treffer (18:28/49.), doch die brachten Gladbeck nicht mehr in Verlegenheit. Zumal der ASV auch in der Schlussphase eine miserable Wurfausbeute hatte und so mit 22:35 die bisher deutlichste Heimniederlage in der laufenden Saison kassierte. ▪ gp
ASV II:Schröder – Skarbalius (9), Geukes (5),Mund (1), Bicker (2), Degen (2/1), A. Dressel (1), Ruhrmann, Ruby, Gnatowski



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