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Neuer Partner für Florian Schubert im Canadier

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HAMM/AUGSBURG ▪ Ein neuer Partner sitzt künftig mit Florian Schubert im Zweier-Canadier, die Ziele des jungen Slalom-Kanuten sind jedoch die gleichen geblieben. Er will in die Weltspitze und am liebsten zu Olympia – wenn auch erst in vier Jahren.

Martin Möllmann (vorn) fährt in Zukunft mit Florion Schubert im Canadier. ▪

© pr

Martin Möllmann (vorn) fährt in Zukunft mit Florion Schubert im Canadier. ▪

Mit Simon Auerbach saß der heute 21-jährige Schubert beim Kanu-Ring Hamm seit einer Dekade in einem Boot. Gemeinsam mauserten sich die beiden unter den Fittichen von Trainer Jürgen Schubert zu einer der größten deutschen Nachwuchshoffnungen in ihrer Disziplin. Doch Auerbach hört nun aus beruflichen Gründen mit dem Leistungssport auf (der WA berichtete), der Hammer konzentriert sich auf seine Meisterschule als Gas- und Wasser-Installateur. „Es ist ihm zeitlich über den Kopf gewachsen“, sagt Jürgen Schubert, der mit dem Duo Vize-Welt- und Europameister bei den Junioren wurde und 2009 auch in der U 23 Silber errang. Da ein Zweier nur erfolgreich sein kann, wenn beide Partner sehr viel Zeit investieren, zog Auerbach die Notbremse. „Das ist auf der einen Seite schon schade, aber ich kann ihn verstehen“, meint Florian Schubert.

Er fand jedoch im Hattinger Martin Möllmann schnell Ersatz. „Er war der Erste den ich gefragt habe“, sagte Schubert grinsend. Beide kennen sich aus gemeinsamen Jahren im NRW-Leistungskader. Der 22 Jahre alte Möllmann, der an der Uni Bochum Elektro-Technik studiert, galt als Kajak-Einer-Spezialist. Doch genau so jemanden suchte Florian Schubert, der im Zweier-Canadier hinten sitzt und sich ums Lenken kümmert. „Florian brauchte einen, der das Boot nach vorne treibt“, sagt Trainer Jürgen Schubert.

Das neue Paar harmonierte sofort prächtig. Bereits im Herbst fuhren sie zu Testzwecken ein Rennen in Bad Kreuznach, wo sie gleich auf Rang zwei landeten. Von da an stand fest, dass zusammen der Sprung in die Weltelite schaffen geschafft werden soll. „Auerbach/Schubert gehörten zu den Top-Sechs-Booten in Deutschland. Da können sie direkt locker wieder hinfahren“, ist Schubert optimistisch. Der Kader-Trainer weiß aber, dass „ein Zweier-Canadier über einige Jahre reifen“ muss: „Es überwiegt aber die Euphorie.“

Das findet auch Florian Schubert: „Es lief von Anfang richtig flott. Es klappt alles super und wir verstehen uns blendend.“ Besonders die Drehung bei den Aufwärtstoren sei schon flüssig und schnell, erläutert er seine Trainingseindrücke. Zurzeit holen sich beide im Bundes-Stützpunkt in Augsburg den Feinschliff für ihre erste gemeinsame Saison. In drei Wochen geht es weiter nach Markkleeberg.

Auf diesen beiden Rennstrecken fallen im April die wichtigen Vorentscheidungen im Olympia-Jahr. Wer fährt zur WM und EM, und wer darf zu den olympischen Spielen nach London. Für Schubert/Möllmann noch Zukunftsmusik. „Wir wollen in der U 23 Fuß fassen. Das ist eine reizvolle Aufgabe für uns drei“, sagt ihr Trainer. Im Erfolgsfall rücken der Hammer und der Hattinger ins Perspektivteam für die 2016er-Spiele in Rio de Janeiro. Dann müssten sie ihre Trainingsumfänge intensivieren. Der Umzug zum Stützpunkt nach Augsburg, den vor ein paar Jahren schon die Kanu-Ring-Athleten Jasmin Schornberg und Sebastian Schubert gemacht haben, wäre ein logischer Schritt, um ganz nach oben zu kommen. Florian Schubert könnte sich das gut vorstellen. Er hat seine Ausbildung zum Metallbauer vor kurzem abgeschlossen, würde, um mehr Zeit für den Kanu-Slalom zu haben, eventuell in die Sportförderkompanie der Bundeswehr aufrücken.

Doch jetzt zählt erst einmal die aktuelle Saison. „Wir warten sehnsüchtig darauf, dass es losgeht, weil wir noch keine richtigen Vergleiche gefahren sind“, sagt Jürgen Schubert mit dem Wissen, dass sich seit dem Debüt im Herbst viel getan hat. ▪ bob

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