HAMM ▪ Michael Reiners ist nicht mehr Trainer beim Handball-Oberligisten HSE Hamm. Der Vorstand hat seinen Rücktritt angenommen. Reiners bedauert die Entwicklung.

Michael Heinlein ▪
Am Ende ärgerte er sich selbst am meisten. Vor dem Heimspiel gegen den Teutonia Riemke am vergangenen Samstag hatte Michael Reiners noch im ersten Unmut über eine SMS seines Sportlichen Leiters Frank Scharschmidt seinen Trainerposten beim Handball-Oberligisten HSE Hamm zur Verfügung gestellt.
Mit seinem Rücktrittsangebot hatte Reiners darauf reagiert, dass Scharschmidt ihm vorgeworfen hatte, die HSE-Torhüter für seinen neuen Klub, die TSG Altenhagen-Heepen, abzuwerben. „Dem war aber nicht so“, betonte Reiners. „Das ist nicht mein Stil.“ Heinlein hatte zwar am Samstag noch versucht, den HSE-Trainer zum Weitermachen zu überreden, „doch es waren in den vergangenen Wochen Irritationen, aufgetreten, die dazu geführt haben, dass das richtig gute Verhältnis nicht mehr da war. Ob wir ihn letztlich entlassen haben oder er zurückgetreten ist, das ist dann Auslegungssache.“
Für den Rest der Saison wird nun Michael Heinlein selbst die Oberligamannschaft betreuen. „Wir haben auch die Mannschaft gefragt, die wollte ein bekanntes Gesicht haben, damit nicht alles umgekrempelt wird. Außerdem wollten wir unseren neuen Trainer Christof Reichenberger nicht schon vor der kommenden Spielzeit installieren“, sagte Heinlein. „Daher hatte die Bergkamener Entscheidung überhaupt nichts mit unserer zu tun.“ Denn Reichenberger wäre frei gewesen. Der 40-Jährige wurde gestern Abend beim Ligarivalen der HSE, TuRa Bergkamen, von seinen Traineraufgaben entbunden. „Ich würde sicherlich nicht noch einmal so reagieren, wie ich es jetzt gemacht habe“, sagte Reiners. „Denn ich habe Frank Scharschmidt und der HSE sehr viel zu verdanken. Und es würde mir leid tun, wenn unsere Freundschaft durch diese Sache Schaden nehmen würde.“ ▪ güna



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