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Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen unterliegt beim TV Korschenbroich mit 29:33

ASV Hamm-Westfalen verliert beim Tabellenletzten

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[UPDATE 15.23 Uhr] KORSCHENBROICH ▪ Pleite für den ASV: Im ersten Zweitliga-Spiel des Jahres und dem letzten der Hinserie mussten sich die Jungs von Trainer Kay Rothenpieler am Samstagabend beim Schlusslicht TV Korschenbroich geschlagen geben.

„Das war wirklich ein schlechtes Spiel, vielleicht das schlechteste der Saison“, stellte Rothenpieler fest. „Mit fast 40 technischen Fehlern kann ich auswärts kein Spiel gewinnen.“ Wesentlich fröhlicher präsentierte sich Christian Voß. „Die Favoritenrolle war definitiv bei den Hammern, die eine saustarke Mannschaft haben“, sagte der TVK-Coach. „Knackpunkt war unsere 4:2-Deckung, die uns in die Lage gebracht hat, den Angriff zu stoppen. Und der andere Punkt war, dass wir richtig heiß waren und einen enormen Willen hatten, zu gewinnen.“

Wie angekündigt, machte sich Chen Pomeranz bei den Gästen aufgrund der Folgen seines Muskelfaserrisses im Oberschenkel erst gar nicht warm. Abwehrchef Jiri Hynek (Muskelfaserriss in der Wade) versuchte es dagegen, nahm aber dann doch nur ohne Einsatz hinter der Hammer Bank Platz.

Der Tabellenletzte suchte sein Heil in der Offensive – und das vor allem bereits in der eigenen Verteidigung. Mit Mathias Fuchs und Christoph Piske hatte Voß gleich zwei Akteure abgestellt, um die Kreise von Sebastian Paul, der auf Rückraummitte begann, und Thomas Lammers auf Halblinks einzuengen. Eine Maßnahme, die ihren Sinn erfüllte. Das Spiel des Favoriten wirkte fahrig und überhastet, zudem häuften sich die technischen Fehler beim Tabellenneunten. Wenn der Ball dann doch hinter Sven Bartmann im Korschenbroicher Gehäuse einschlug, erwiesen sich die Gäste als gedanklich zu langsam in der Rückzugsbewegung.

Ein ums andere Mal gelang es dem Liga-Letzten, über die Schnelle Mitte zu leichten Treffern zu kommen. Und obwohl die Hammer gleich mehrfach mit zwei (4:2/7., 10:8/16.) oder gar drei (16:13/27.) Toren in Führung lagen, schafften sie es nicht, sich entscheidend abzusetzen. Was Rothenpieler auch versuchte – mehr Ruhe durch Maik Machulla (14. für Dirk Hartmann) oder mehr Individualität durch Zdenek Polasek (20.) –, es fruchtete nicht. So gelang es den aufopferungsvoll kämpfenden, aber bieder spielenden Hausherren sogar, Sekunden vor der Pause den 17:17-Ausgleich zu erzielen. „Korschenbroich war zehn Prozent heißer als wir“, sagte Rothenpieler. „Sie wollten unbedingt gewinnen, während bei uns keiner Normalform erreicht hat.“ Was sich nach dem Wechsel bestätigte: Rothenpieler baute um, ließ Jakob Macke für den glücklosen Björn Wiegers am Kreis sowie Torsten Friedrich für Tomas Mrkva im Tor agieren und stellte zudem auf 5:1-Deckung um. Eine Maßnahme, die zwar die Gegentorquote zunächst senkte, doch im Angriff blieb der ASV weiter kontur- und konzeptlos. Nicht zuletzt, weil Voß seine bisher erfolgreiche Deckung zunächst überraschend auf 6:0 umstellte und damit für neue Probleme bei den Gästen sorgte. Bis zur 54. Minute und dem 26:26-Zwischenstand schaffte es keine der beiden Mannschaften, sich abzusetzen. Dann hatten die Hausherren die besseren Nerven. Drei Treffer in Folge bedeuteten die Vorentscheidung (29:26/56.). Der Rest war mehr Krampf als Kampf. „Unser Problem ist, dass wir nicht konstant genug sind. Daran müssen wir arbeiten“, blieb Rothenpieler nur die Hoffnung auf die Zukunft. - güna

Weitere Reaktionen und Statements zum Spiel - u.a. von den Spielern Frank Schumann und Mark Schmetz - lesen Sie am Montag im Westfälischen Anzeiger.

Rubriklistenbild: © Foto: Gudat

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