026.01.12|Hamm|Hamm|
Drucken|Empfehlen|Schrift
a
/
A||recommendbutton_count130
HAMM ▪ Die Stimmung im Lager des Handball-Oberligisten HSE Hamm war durchaus schon einmal besser. Vier Niederlagen aus den vergangenen sechs Begegnungen haben das Team auf Tabellenrang fünf abrutschen lassen – und bei Trainer Michael Reiners ausgerechnet vor dem bereits heute stattfindenden Derby gegen den Soester TV (20 Uhr/Sporthalle der Friedensschule) die Sinnfrage aufkommen lassen.

„Schlecht spielen kann jeder einmal“, sagt der zum Saisonende scheidende Coach. „Nur tritt das bei uns in der letzten Zeit ein wenig zu geballt auf. Und für unseren Anspruch und das Leistungsvermögen der Mannschaft bieten wir derzeit einfach zu wenig.“ Eigens aus diesem Grund gab es am Dienstag im Rahmen der Trainingseinheit eine Aussprache mit den Spielern. „Da habe ich die Jungs gefragt, ob wir gegen Soest ähnlich wie zuletzt in Menden auftreten wollen. Denn dann brauchen wir erst gar nicht gegen diese Mannschaft anzutreten.“
Wollen sie nicht, und so glaubt Reiners, dass die derzeit größte Baustelle – das Rückzugverhalten – heute Abend behoben sein dürfte. „Wenn wir nicht zurücklaufen, werden wir keine Chance haben“, ist sich der Hammer Trainer sicher. „Denn Soest spielt eine sehr gute erste und zweite Welle. Die müssen wir unterbinden, wenn wir gewinnen wollen.“
Was im Hinspiel nicht gelang. Denn da sorgten vor allem die Gegenstöße des Tabellensiebten dafür, dass die Hammer am Ende als 35:38-Verlierer aus der Halle gingen. Weitere Stärken der Gäste, bei denen Topscorer Max Loer Dreh- und Angelpunkt ist: das Spiel über den starken Kreisläufer Tobias Rückert und Keeper Andreas Tesch, der den Hammern mit seinen Paraden schon im Hinspiel den Zahn gezogen hat. „Aber auch die vermeintlichen Außen, Flor und Ketterer. sind schon sehr stark – Soest hat einfach eine gute Mannschaft“, zeigt Reiners Respekt vor dem Gegner. Der allerdings ein ähnliches Problem hat wie die HSE: Die Erfolge blieben in den vergangenen Begegnungen aus. Viermal in Folge ging das Team von Trainer Dirk Lohse zuletzt als Verlierer aus der Halle. Und so dürften die Zuschauer heute nicht gerade zwei vor Selbstvertrauen strotzende Vertretungen auf der Platte erleben.
Zumal auch in personeller Hinsicht im HSE-Lager noch längst keine Entwarnung herrscht. Auf der Verletztenliste stehen nach wie vor die Langzeitausfälle Sören Feldmann und Moritz Schneider. Und bei Stefan Honerkamp (Rückenprobleme), Stefan Hartmann (Zerrung), Christian Sterz (Achillessehnenbeschwerden) und seit dem Menden-Spiel auch Torben Lommel (Muskelprobleme) wird über einen Einsatz erst kurzfristig entschieden. „Ich gehe aber davon aus, dass da was passieren wird“, ist Reiners zuversichtlich, eine schlagkräftige Truppe ins Rennen schicken zu können. „Der eine oder andere wird sicher auf die Zähne beißen, und außerdem haben wir im Heimspiel die Möglichkeit, Akteure aus der zweiten Mannschaft einzusetzen, die uns helfen können.“ ▪ güna

Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.

