HAMM ▪ Mike Hanke ist derzeit der einzige Hammer Fußballer, der bei einem Profi-Verein einen Stammplatz hat. Warum es für den 28-Jährigen in dieser Saison bislang so gut lief und warum er sich bei Borussia Mönchengladbach so wohl fühlt, hat er in einem Gespräch mit Patrick Droste verraten.

© dpa
Mike Hanke spielte mit Borussia Mönchengladbach eine überragende Hinserie. ▪
Herr Hanke, Schalke, Wolfsburg, Hannover – sind Sie erst jetzt in Mönchengladbach fußballerisch richtig angekommen?
Hanke: Ich fühle mich zumindest in Gladbach äußerst wohl. Ich bin vom Verein, von den Fans und vom ganzen Umfeld hier super aufgenommen worden.
Bei Ihrem Wechsel vor einem Jahr von Hannover an den Niederrhein sah es allerdings eher nach einem Rückschritt in Ihrer Karriere aus. Denn Mönchengladbach rangierte damals auf dem letzten Tabellenplatz und galt fast sicher als Absteiger. Was hatte Sie damals an der Borussia gereizt?
Hanke: Ich hatte auch in der Hinrunde damals aus der Ferne schon gesehen, dass die Mannschaft Potenzial hat. Ich wusste nur nicht, woran es lag, dass der Erfolg ausblieb. Bei mir war es vor einem Jahr so, dass es in Hannover nicht mehr optimal lief für mich. Daher habe ich dann den Schritt gewagt.
Und den haben sie wohl nicht bereut?
Was macht Ihre Mannschaft in dieser Saison so stark?
Hanke: Wir trainieren zum Beispiel täglich im taktischen Bereich, studieren bestimmte Spielzüge ein. Und die setzen wir dann am Wochenende um, wenn es um Punkte geht. Außerdem üben wir immer, nur ein oder zwei Ballkontakte zu haben, damit wir das Spiel schnell machen können. Auch das macht sich dann bemerkbar.
Was trauen Sie Ihrer Mannschaft am Ende der Saison zu?
Hanke: Keiner hat gedacht, dass es so gut läuft. Hinter die Hinrunde können wir einen grünen Haken machen. Unser Ziel ist es auf jeden Fall, oben dabei zu bleiben. Aber die Rückrunde wird noch sehr hart – alleine wenn ich an die ersten Spiele gegen Bayern, Stuttgart, Wolfsburg und Schalke denke. Da wird sich sicher zeigen, ob wir es schaffen, weiter in der Spitzengruppe mitzumischen.
Kommen wir zurück zu Ihrer Person. Nach Schalke stehen Sie jetzt in Mönchengladbach zum zweiten Mal bei einem Traditionsverein unter Vertrag. Merkt man dies oder sind das Vereine wie alle anderen auch?
Hanke: Das merkt man absolut. Vor allem zu Wolfsburg ist das kein Vergleich. Das Medieninteresse ist viel größer. Und auch zum Training, selbst bei schlechtem Wetter, kommen immer noch unglaublich viele Leute. Der Unterschied ist riesig groß.
Sind Sie noch oft in Hamm? Verfolgen Sie noch, was Ihre früheren Vereine TuS Wiescherhöfen und die Hammer SpVg sportlich machen?
Hanke: Einmal pro Woche komme ich nach Hamm. Zum einen habe ich ein Haus in Dolberg, zum anderen wollen meine Eltern, die ja in Hamm wohnen, ihre Enkelkinder sehen. Meistens schaue ich montags bei denen vorbei und treffe mich dann noch mit Freunden. Was meine Ex-Vereine machen, muss ich sagen, dass ich da kaum noch Leute kenne. Aber trotzdem verfolge ich das.



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