Dass seine Mannschaft nach dem kräftezehrenden Auftritt und dem überraschenden Punktgewinn mit einem arg ersatzgeschwächten Kader bei den Roten Teufeln Bad Nauheim zwei Tage später eine weitere Energieleistung hinlegen würde, hatte Suarez seinem Team zwar durchaus zugetraut. „Aber wir haben so viele junge Spieler. Da weißt du nie, wie die das Ganze verarbeiten, wie viel noch drin ist.“
Offenbar jede Menge. Und das wollen die Eisbären am Dienstag, erneut nur 48 Stunden nach dem letzten Spiel, zum Abschluss der Endrunde in der Oberliga West noch einmal bestätigen. Um 19.30 Uhr beginnt in der heimischen Eissporthalle das westfälische Derby gegen das Schlusslicht EHC Dortmund. Und das hat noch einmal einen ganz besonderen Reiz. Schließlich haben sich die Eisbären nach vorne gearbeitet, haben in allen vier vergangenen Begegnungen gepunktet, drei davon gar gewonnen. „Wir haben eine richtig gute Serie im Moment“, sagt Suarez, dessen Team nun sogar auf den letzten Drücker die derzeit mit einem Zähler Vorsprung auf Rang fünf liegenden Essener überholen und sich somit die beste Ausgangsposition für den am kommenden Wochenende beginnenden Kampf um den Startplatz im DEB-Pokal 2013/14 sichern kann. Dann trifft der Fünfte des Endrunden-Abschlussklassements auf den Achten, der Sechste auf den Siebten. Die beiden „Halbfinals“ werden nach dem Modus „best of five“ ausgetragen, ebenso das folgende Duell der beiden Sieger. Für alle Partien gilt: Der nach der Endrunde besser platzierte Verein hat zunächst Heimrecht – ein nicht unwichtiger Vorteil.
„Wir sind noch nicht zufrieden, wir sind richtig heiß. Am liebsten hätten wir am Sonntag sofort wieder gespielt“, sagt der Coach. „Wir möchten jetzt Fünfter werden. Das haben wir selbst in der Hand.“ Dabei kann Suarez auf den gleichen Kader wie am Sonntagabend bauen – und hofft erneut auf eine stattliche Kulisse. „Vor so vielen Zuschauern zu spielen, hat Spaß gemacht ohne Ende“, erklärt Suarez. „Die waren wir ein siebter Mann für uns.“ Und spornten die Hammer zu der Energieleistung gegen Essen an. „Wir können noch so viel über System reden. Aber entscheidend ist der Charakter der Spieler, ihr Wille zu arbeiten“, sagt Suarez. „Und das machen die Jungs großartig.“ Auf den nächsten Beweis hofft er am Dienstagabend. - fh
















