HAMM ▪ Das Gerücht kreiste schon seit ein paar Tagen um die Maxipark-Arena. Jetzt gab es auch die offizielle Bestätigung durch Kay Rothenpieler. Der Trainer und Manager des Handball-Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen wird beim Erstligisten TuS N-Lübbecke als aussichtsreicher Kandidat für die Nachfolger von Markus Baur gehandelt.

Der Weltmeister von 2007 gab vor Wochen bekannt, dass er seinen Trainerposten bei den Ostwestfalen zum Saisonende aufgeben wird. „Ja, es gab eine Anfrage“, bestätigt der ASV-Coach, dass es erste Kontakte zum Tabellenachten der Bundesliga bereits gegeben habe.
Mehr nicht. Noch nicht, zumindest. „Ich will das gar nicht so hoch hängen. Denn es ist ja normal zu dieser Zeit, dass miteinander gesprochen wird. Das gilt für Spieler und ist bei Trainern daher auch nicht anders“, versichert Rothenpieler, der das Interesse des Erstligisten auch als Anerkennung für seine bisher beim ASV geleistete Arbeit sieht. „Es wird auch noch weitere Gespräche geben. Doch mein erster Ansprechpartner ist und bleibt der ASV, auch wenn es natürlich eine interessante Sache wäre, bei einem ambitionierten Bundesligisten zu arbeiten.“
Gesprochen wurde und wird auch mit Franz Dressel. „Kay weiß, dass ich gerne mit ihm weiterarbeiten würde“, sagt der ASV-Geschäftsführer. „Aber zwischen uns gibt es seit Jahren ein Abkommen, dass wir ihm den Weg nicht verbauen werden, falls ein ambitionierter Erstligist Interesse bekunden sollte, ihn zu verpflichten.“
An seiner täglichen Arbeit für den ASV wird der Ex-Nationalspieler auch in den kommenden Wochen nichts ändern. „Es fällt mir auch überhaupt nicht schwer, meine normale Arbeit weiter zu machen“, versichert der 40-Jährige. „Ich hänge an dem Verein, will, dass es hier gut weitergeht und werde mich intensiv darum kümmern, dass das auch klappt.“
Zeit zum Nachdenken hat der Coach zumindest gestern gehabt, denn das Mini-Trainingslager, das der Zweitligist am Wochenende in der Maxipark-Arena abgehalten hat, endete schon nach der morgendlichen Einheit und einem abschließenden Ausdauerlauf. „Die Mannschaft hat sehr gut, intensiv an der Physis gearbeitet“, sagt Rothenpieler. „Es war eine harte Woche. Daher haben die Spieler jetzt einen Tag frei bekommen.“
Während Frank Schumann den Schlag, den er im Benefizspiel gegen die HSE Hamm gegen den Kiefer bekam, gut verkraftet hat und alle Einheiten voll mitmachen konnte, musste sich Spielmacher Chen Pomeranz mit ein paar dosierten Übungen begnügen. Der Israeli war gezwungen, aufgrund seines Muskelfaserrisses im Oberschenkel weiterhin beim Mannschaftstraining auszusetzen. ▪ güna



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