Die HSV will ihre Siegesserie bei Schlusslicht Zweckel ausbauen

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Ferhat Cerci fordert in Zweckel vollen Einsatz.

Hamm - TuS Ennepetal und SV Schermbeck sind abgehakt – am Sonntag (15 Uhr) stehen die Oberliga-Fußballer der Hammer SpVg beim abgeschlagenen Schlusslicht SV Zweckel nun vor ihrer letzten Aufgabe der „Woche der Wahrheit“. Vor einer leichten, wenn man der Tabelle glaubt; vor einer schwierigen, wenn man HSV-Trainer Ferhat Cerci folgt: „Zweckel hat sich noch nicht aufgegeben. Wir müssen uns auf einen echten Fight gefasst machen. Das wird ein verdammt hartes Spiel“, warnt der 34-Jährige, der die Gastgeber zuletzt bei ihrer 1:2-Heimniederlage gegen Ennepetal beobachtet hat.

Was er an der Dorstener Straße in Gladbeck gesehen hat, waren nicht nur kämpferisch starke Gastgeber, sondern auch einen Rasen, der Cerci Respekt einflößt: „Der Platz ist unser größter Feind. Auf dem kann man nicht nur mit fußballerischen Mitteln bestehen. Wir müssen den Kampf annehmen, aggressiv und mit viel Laufbereitschaft spielen.“ Die Ergebnisse der Zweckeler sind ihm Warnung genug. Zwar hatte der SVZ zuletzt wenig zu feiern (sieben Pleiten in acht Spielen), doch niemals waren die Niederlagen hoch – auch gegen vermeintlich deutlich bessere Teams. Im Februar hatte es nach einer kurzen Erfolgsserie so ausgesehen, als könne der SVZ wieder eine solche Aufholjagd starten wie in der vergangenen Saison, als sich das Team des langjährigen Trainers Günter Appelt im Endspurt noch auf Kosten des SC Westfalia Herne rettete. Doch davon ist die Mannschaft weit entfernt.

An Selbstvertrauen wird es den Hammern in Zweckel sicher nicht fehlen, denn in den vergangenen Wochen ging die Formkurve der HSV nach oben. Nach den Erfolgen über Ennepetal (4:1) am Sonntag und den Kellerkonkurrenten Schermbeck (3:0) am Mittwoch ist Cercis Elf als Zwölfter aus dem Gröbsten heraus, zumal sie noch zweimal Gelegenheit hat, in Nachholpartien zu punkten. Ein Sieg in Gladbeck wäre der dritte der HSV in Folge – eine solche Serie ist dem Team in dieser Saison noch nicht gelungen. „Aber auch wenn wir gewinnen, sind wir noch nicht gerettet. In dieser Liga ist alles möglich“, warnt Cerci, der im Hinspiel noch Zuschauer war. Das enttäuschende 0:0 Anfang November war die letzte Partie für Oliver Gottwald als HSV-Coach. Danach wurde er entlassen.

Personell ändert sich bei den Hammern im Vergleich zur Flutlicht-Partie gegen Schermbeck nicht viel. Zwar darf Amadeus Piontek nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder spielen – doch ob der angeschlagene Rechtsverteidiger auch kann, wird sich wohl erst beim Abschlusstraining herausstellen. Ein kleines Fragezeichen steht zudem hinter dem Einsatz von Semih Yigit, der seit Wochen leichte körperliche Probleme hat. Michael Kaminski und Serafettin Sarisoy fallen dagegen erneut aus.

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