HSV will gegen Neuenkirchen eine Schüppe drauflegen

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Nach dem Derbysieg will die HSV auch am Sonntag im Heimspiel gegen Neuenkirchen einen Dreier feiern.

Hamm - So ein Derbysieg gegen den SV Westfalia Rhynern kann richtig gut tun. Das hatte Sven Hozjak, Trainer des Fußball-Oberligisten Hammer SpVg, nicht nur unmittelbar nach dem prestigeträchtigen 2:1-Sieg am Papenloh gemerkt, sondern auch noch zum Wochenanfang. „Wenn man so einen Erfolg einfährt, dann läuft es im Training ein Stück weit einfacher“, sagt der Coach. „Es war zu spüren, dass dieses Ergebnis den Jungs gut getan hat.“

Es waren aber nicht nur die drei Zähler und der Triumph über den Stadtrivalen, sondern auch die Art und Weise, die Hozjak große Freude gemacht haben. „Wir hatten gegen Lippstadt 0:3 verloren, liegen dann in Rhynern nach zwei Minuten zurück – und drehen das Ding trotzdem noch“, erklärte der HSV-Trainer. „Das stimmt mich positiv für die nächste Aufgabe.“

Und die wartet bereits am Sonntag auf die Hammer SpVg, wenn mit SuS Neuenkirchen ab 15 Uhr eine Mannschaft in der Evora Arena gastiert, die in dieser Saison noch keine Niederlage kassiert hat, die beim TuS Erndtebrück drei Punkte mitgenommen hat und die zuletzt bereits mit 2:0 gegen den SC Roland Beckum führte, ehe sich das Team von Trainer Tobias Wehmschulte mit einen 2:2 zufrieden geben musste. „Uns bringt der Derbysieg jedenfalls nicht viel, wenn wir ihn gegen Neuenkirchen nicht vergolden“, stellt Hozjak unmissverständlich klar. „Wir dürfen keinen Deut nachlassen, müssen eher noch eine Schüppe drauflegen. Denn Neuenkirchen wird nicht nur versuchen, sich bei uns die gegen Beckum verlorenen Punkte zurückzuholen, sondern die Mannschaft ist robuster als die Westfalia, bei der die Jungs versuchen, Situationen spielerisch zu lösen. Neuenkirchen ist jedenfalls eine Wucht.“

Daher erwartet der Hammer Coach auch eine Partie auf Augenhöhe, die ähnlich wie die am Papenloh vom vergangenen Samstag erst in der Schlussphase entschieden wird. „Das wird ein enges Match. Es wird kein brutal klares Ergebnis geben, sondern die Partie wird bis zum Ende offen sein“, mutmaßt er, hofft aber, dass seine Schützlingen mit breiter Brust auflaufen werden. „Wir haben zuletzt ein Spiel gedreht – und das nicht bei irgendeiner Mannschaft, sondern bei den starken Rhyneranern. Dieses Selbstbewusstsein will ich auch am Sonntag auf dem Platz sehen“, meint Hozjak, der gleichzeitig darauf achten will – und muss–, dass das Selbstvertrauen nicht in Überheblichkeit umschlägt: „Da ist der Trainer gefordert, die Jungs entsprechend einzustellen und dafür zu sorgen, dass sie ein ähnliches Spiel zeigen wie in Rhynern.“

In personeller Hinsicht kann der Coach auf den gleichen Kader zurückgreifen wie in der Vorwoche, zudem hat sich Erdal Kaleoglu zurückgemeldet, der für die Partie am Papenloh aufgrund seiner Wadenprobleme abgesagt hatte. Ob der Routinier aber wieder ins Team rutscht, ließ Hozjak noch offen. „Wir wissen, was wir an Erdal haben. Und er hat sich im Training voll reingehauen“, betonte der Coach.

Ein besonderes Spiel ist die Partie allerdings für Felix Fuchs. Denn der 25 Jahre alte Innenverteidiger, der bei der HSV auch das Amt des Mannschaftskapitän bekleidet, war zuvor drei Jahre lang für SuS Neuenkirchen in der Defensive aufgelaufen.

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