Westfalia Rhynern will Siegesserie gegen Erkenschwick fortsetzen

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Lucas Arenz (Mitte) steht dem SV Westfalia Rhynern gegen die Spvgg Erkenschwick nicht zur Verfügung.

Hamm - Erst zwei Wochen ist es her, dass der SV Westfalia Rhynern auf dem vorletzten Platz der Fußball-Oberliga stand. Es folgten: ein 3:1 gegen den TSV Marl-Hüls, ein 3:1 gegen den SC Hassel. Setzen die Rhyneraner am Sonntag (15 Uhr) am heimischen Papenloh gegen die Spvgg Erkenschwick diese Serie fort, dringen sie sogar in den Dunstkreis der Spitzenplätze vor. So schnell kann es gehen. Vielleicht ja auch für die Erkenschwicker.

Die Gäste befinden sich als Tabellenvorletzter in der selben misslichen Lage wie kürzlich die Westfalia. Deren Trainer Björn Mehnert hätte nichts dagegen, wenn Erkenschwicks Dämmerzustand noch eine weitere Woche anhalten würde. „Ich hoffe nicht, dass die Spvgg ausgerechnet jetzt mit dem Gewinnen anfängt“, sagt der 40-Jährige und warnt: „Gegen Erkenschwick haben wir uns immer schwer getan – auch wenn die Mannschaft inzwischen anders aussieht.“

Beim Traditionsklub aus dem nördlichen Ruhrgebiet ist nach der vergangenen Saison in der Tat kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Der langjährige Trainer Magnus Niemöller zog zum Neu-Westfalenligisten TuS Haltern, der Abo-Torschützenkönig Stefan Oerterer, Kapitän Nils Eisen, Deniz Batman und weitere folgten ihm. Zouhair Allali übernahm am Stimberg die Aufgabe, eine neue Mannschaft zu formen, die im westfälischen Oberhaus bestehen kann.

Der Spvgg gelang am ersten Spieltag mit dem 4:0-Erfolg in Rheine ein Paukenschlag, ein weiterer Sieg ist dem Team seither aber nicht geglückt. Es folgten zwei Heim-Unentschieden gegen Marl-Hüls (1:1) und FC Gütersloh (0:0) – und der Sturz auf Platz 17.

Doch von Zahlen will sich Mehnert nicht beirren lassen. Dass die Erkenschwicker vor seinen Augen am vergangenen Sonntag bis zur 68. Minute gegen den SV Lippstadt mit 1:0 führten, ehe der Spitzenreiter die Partie noch zum 1:2 drehte, ist ihm Warnung genug: „Die haben mir gut gefallen; sie waren auf Augenhöhe.“ Dass die Spvgg kein hilfsloses Kellerkind ist, zeigt allein schon ihr Trefferkonto. 10:12 Tore sind beileibe kein Katastrophenwert.

„Erkenschwick ist eine junge Mannschaft, die brennt und marschiert. Sie kann in Unsicherheit geraten, wenn sie in Rückstand gerät. Aber eben auch Euphorie entwickeln, wenn sie in Führung liegt. Wir sollten sie also nicht ins Spiel kommen lassen“, warnt Mehnert. „Wir haben in den letzten Spielen gute Ansätze gezeigt und durch die Siege Selbstvertrauen getankt, aber wir dürfen jetzt nicht überheblich werden. 97 Prozent Einsatz reichen in dieser Liga nicht. Wir brauchen die vollen 100.“

In Rhynerns Kader tun sich einige Lücken auf. Dustin Wurst (Faserriss in der Kniekehle), Adrian Cieslak (Zerrung im Adduktorenbereich) und Felix Böhmer (Sprunggelenkprobleme) sind zwar wieder im Training oder werden es bald sein. Für sie kommt die Partie am Sonntag aber zu früh. Lucas Arenz steht nach einer kleinen OP ebenfalls nicht zur Verfügung. Hinter dem Einsatz von Robin Hoffmann, der sich das Handgelenk angebrochen hat, und Michael Wiese, der am Dienstag aufgrund einer leichten Innenbanddehnung im Knie nicht trainieren konnte, stehen Fragezeichen. Der zuletzt beim SC Hassel aus privaten Gründen fehlende Salvatore Gambino steht dagegen wieder im Kader.

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