Verdientes Aus im Westfalenpokal: Rhynern unterliegt in Neheim

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Michael Wiese (rechts) und Westfalia Rhynern schieden gegen SC Neheim, hier mit Oliver Busch, aus. 

Arnsberg - Das Abenteuer Westfalenpokal endete für den Fußball-Oberligisten Westfalia Rhynern bereits in Runde eins. Das Team von Trainer Björn Mehnert unterlag dem Arnsberger Westfalenliga-Aufsteiger SC Neheim mit 2:4 (0:1).

„Die Niederlage ist vollkommen verdient, vor allem weil wir viele individuelle Fehler gemacht haben“, sagte Mehnert. „Bei einigen Spieler habe ich Angst vor einem unterklassigen Gegner gespürt.“ Der Westfalia-Trainer schickte seine Elf mit drei Innenverteidigern und zwei offensiven Außen in die Partie auf Kunstrasen. 

Die Hausherren erwischten vor rund 150 Zuschauern den besseren Start, hatten durch Stürmer Jonas Schmidt und den agilen Rechtsaußen Burak Yavuz erste Halbchancen. Rhynern stellte Neheim im Spielaufbau früh zu, presste phasenweise bis zum gegnerischen Sechzehner. Der Klub aus dem Arnsberger Stadtteil aber war stets um eine spielerische Lösung bemüht und fand diese aufgrund des zahlenmäßigen Übergewichts im Mittelfeld auch immer wieder. 

Schmidt schockt Mehnert-Team

Der Hammer Oberligist ließ sich in den Zweikämpfen zusehends den Schneid abkaufen, die Führung für den vermeintlichen Außenseiter fiel folgerichtig in einer Drangphase. Schmidt erhielt den Ball rechts am Strafraumeck, zog noch einmal auf und versenkte schließlich trocken ins lange Eck (36.). Torwart Alexander Hahnemann, der sein Team zuvor mehrfach vor dem Rückstand bewahrt hatte, bemängelte nach dem Gegentreffer lautstark den lustlosen Auftritt seiner Kollegen. 

Viel half es nicht, Neheim drückte bis zur Pause weiter aufs Tempo. Rhynern selbst fand in der Offensive kaum statt, einzig Salvatore Gambino ließ sein Können dann und wann aufblitzen. Der junge Marius Michler wirkte im Sturmzentrum allein gelassen und in den wenigen Aktionen glücklos. Nach Wiederbeginn verpasste Thanh Tan Tran aus kurzer Distanz das 1:1 (46.), auf der Gegenseite schlug erneut der freistehende Torjäger Schmidt zu (50.). 

Rhynern wacht zu spät auf

Ein Aufbäumen des Oberligisten war nach dem 0:2 nicht zu sehen, eine missglückte Abwehr von Kapitän Dustin Wurst nutzte Schmidt stattdessen zu seinem dritten Treffer (65.). Gut 20 Minuten vor dem Ende wachte die Westfalia doch noch auf. Einen langen Ball von Tim Neumann erlief Robin Hoffmann kurz vor dem Sechzehner und traf wuchtig ins rechte Eck (71.). 

Rhynern schöpfte merklich Hoffnung nach diesem Tor, Michael Wiese warf weit ein und Tran setzte den Ball per Fallrückzieher an die Latte (72.). Drei Minuten später landete ein Wiese-Einwurf bei U19-Spieler Nico Berghorst, der mit einem Flachschuss auf 2:3 verkürzte. 

"Sind abhängig von unserer Offensive"

Gelegenheiten auf den Ausgleich ergaben sich für Mehnerts Mannschaft aber kaum. Stattdessen vergab Neheims Akhim Seber frei vor Hahnemann (80.). Dreifachtorschütze Schmidt bediente in Überzahl den eingewechselten Georg Voß, der die Hausherren schließlich mit seinem Treffer erlöste (90.+1). 

„Uns fehlte heute die Durchschlagskraft und wir haben gesehen, wie abhängig wir von unserer Offensive sind“, monierte Mehnert, der das System mit fünf Defensiven nicht als Ausrede gelten lassen wollte. 

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